Ausgabe 164, Arbeiten im Ausland

Junge Römer gesucht

Rom als Arbeitsplatz: Wie man sich karrieretechnisch die Dolce Vita verdient.

Fotos: Hotel Hassler Roma, Shutterstock, Andrea Getuli & Giovanni Rinaldi, beigestellt

Rom als Arbeitsplatz

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Die Hauptstadt bringt's

Italien ist in Schieflage geraten. Fast so aus seiner Mitte gerückt wie der Glockenturm von Pisa. Einer der Gründe: Die Tourismuszahlen sind miserabel durch die Konsumkrise und das Ausbleiben des Sommers in diesem Jahr, der auch den mittelmeerumspülten Stiefel ausgelassen hat. Die Verluste aus dem Urlaubsgeschäft werden insgesamt auf über 750 Millionen Euro geschätzt. Kein gelungener Einstieg in einen Beitrag über Arbeiten in Rom? Doch, denn die ewige Stadt ist auch das ewig gleich glänzende Zugpferd unter Italiens Destinationen und reißt die Zahlen in die Höhe.
Die italienischen Tourismusverbände beziffern den Zuwachs der Rom-Besucher aus dem Ausland seit Jahresanfang mit über sechs Millionen. Das entspricht einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wenn die Römer deshalb Stoßgebete zum Himmel schicken, liegen sie gar nicht einmal falsch: Das Zugpferd Rom hat wiederum sein eigenes, und das nennt sich seit 2013 Franziskus. Der Papst als Touri-Magnet? Definitiv ja – die Zahl der argentinischen Touristen, jenen aus der Heimat des Pontifex, ist 2014 um 28 Prozent gestiegen. Neben ihnen gehören vor allem Amerikaner und Briten zu den Besuchern, die ihre Ferien mit dolce vita in bella Roma verbringen.
Der Stellenmarkt in der römischen Hospitality-Branche sieht dementsprechend gut aus. Mit einem Haken: Da 90 Prozent der italienischen Unternehmen klein- oder mittelgroß sind, häufig auch seit Generationen in derselben Familie, gilt es, auf internationale Ketten zu setzen. Das ist nicht nötig, wenn Sie genetisch im Vorteil sind und auf einen ganzen Italiener-Clan in Ihrer Erblinie verweisen können, der Sie mit einer „raccomandazione“, einer Empfehlung, ausstattet.

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18.09.2014