Ausgabe 165, F&B Know-how

Entschuldigung, sind da Nüsse drin?

Dumme Frage, natürlich sind Nüsse im Walnusseis. Was die Allergenkennzeichnung ab Dezember für Gastronomen wirklich bedeutet und was bis dahin zu tun ist – Ein kleiner Ratgeber.

Allergenkennzeichnung Fotos: Shutterstock

Ein Raunen geht durch die Reihen der Gastronomen: Keine andere lebensmittelrechtliche Entscheidung sorgte in den letzten Jahren für so viel Aufsehen und dezente Ablehnung wie die neue Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV), die bereits 2011 beschlossen wurde und am 13. Dezember 2014 rechtsgültig wird. Und das in ganz Europa. Die vier Buchstaben bereiteten dem einen oder anderen Gourmettempelinhaber, Kantinenhelden und Pommesbudenbetreiber schon schlaflose Nächte: Auch auf unverpackter, also loser Ware wird die Kennzeichnung von Zutaten mit allergener oder Unverträglichkeiten auslösender Wirkung verpflichtend. Die LMIV löst damit die bestehende Lebensmittelkennzeichnungsverordnung ab. Bisher war darin nur eine Kennzeichnung auf Fertigpackungen verpflichtend. Lose oder auch unverpackte Waren sind Lebensmittel, die – wie vermutet – ohne Verpackung zum Verkauf angeboten werden. Dazu zählen zum Beispiel Brötchen vom Bäcker nebenan, Fleischwurst des Lieblingsmetzgers – darunter fallen aber auch alle verarbeiteten Lebensmittel, die im Restaurant, bei Caterings oder in der Kantine an Kunden verkauft werden. Auch mitnehmbare Obst­salate, frisch geschnittenes Gemüse oder anderes, was zwar in Plastik zum Transport verpackt, aber zum sofortigen Verzehr zubereitet wurde.


In Österreich steht die Umsetzung schon fest. In Deutschland wird noch diskutiert.



Allergie, Intoleranz oder Einbildung?
Die LMIV soll Menschen mit Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten oder Intoleranzen schützen. Denn nicht jeder Gast, der behauptet, er habe eine Allergie,...

HIER registrieren

14.11.2015