Ausgabe 165, Porträts

Puff Daddy

Kochen zwischen Tabledance-Stangen, Love-Lounge und nackten Tatsachen: Peter Katzbauer läßt im wahrsten Sinne des Wortes kulinarisch die Puppen tanzen.

 Peter KatzbauerFotos: Monika Reiter

Mama, ich geh in den Puff. „Von diesem Karriere-schritt war meine Mutter natürlich nicht sonderlich angetan, als ich ihr vor zwei Jahren vom neuen Job berichtet habe“, erinnert sich Peter Katzbauer an die große Wende in seinem Leben. „Auch meine damalige Freundin war nicht wirklich begeistert von der Vorstellung, dass ich jeden Tag ins Bordell arbeiten gehe!“ Doch diese Ressentiments sind heute Geschichte. Ebenso wie die damalige Freundin. Mit nur 22 Jahren ist Katzbauer aktuell Küchenchef im Grazer Etablissement The Paradise, dem exklusivsten Saunaclub Österreichs. Und er fühlt sich in diesem Job spürbar rundum wohl. „Ich hätte mir das wirklich nie gedacht, dass ich jemals einen Job in der Gastronomie finden würde, der mir auch richtig Spaß macht“, sagt er, „aber hier habe ich großen Spielraum und kann meine eigenen Ideen umsetzen“, freut sich der junge Herdkünstler.
Seine Lehre absolvierte Katzbauer im weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannten Almwellness-Hotel Pierer, arbeitete im Wiener Szene-Gasthaus Adam’s, hatte noch einige Stationen in À-la-carte-Restaurants, bevor er durch Zufall ins Freudenhaus stolperte. „Ein Bekannter hat mir die Stellenanzeige gezeigt, ich hab mich, ohne groß nachzudenken, aufs Geratewohl hin beworben und seit fast zwei Jahren habe ich hier meine Bestimmung gefunden.“ Der smarte Koch hatte nämlich schon von klein auf ein Problem damit, Befehlen zu gehorchen, und deshalb scheint er als Küchenchef auch in seinem Traumjob angekommen zu sein. „Jetzt bin nämlich ich der, der die Anweisungen gibt, und das ist letztendlich schon ein gutes Gefühl!“

Arbeiten im Rotlicht
Vorgaben gibt es so gut wie keine. Angeboten wird den Gästen...



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14.11.2015