Ausgabe 168, Porträts

There’s no biz like imbiss

Chris Töpperwien zog einst aus, um Los Angeles auf den Geschmack von Currywurst zu bringen. Heute gilt diese Mission als erfüllt. Und der Currywurst-König als Reality-TV-Star. Uns hat er verraten, wie er auf die Wurst kam.

Chris Töpperwien Foto: sven doornkaat photography

Wenn einer sagt, "Die Wurst in Amerika", möchte ich, dass mein Gesicht daneben steht, das ist mein Ziel“, grinst Chris Töpperwien, der auch als die verbesserte Version von David Hasselhoff durchgehen könnte. Hehre Ziele, mögen manche nun denken. Aber es ist das Grinsen von einem, der weiß, dass er diesem Traum schon ein gutes Stück näher gekommen ist: Im Jahr 2013 verbuchte der 41-jährige Kölner 250.000 Euro Umsatz mit seinem No. 1 Currywurst Truck of Los Angeles. Dabei fing alles ganz unschuldig in einem Imbiss im Kaufhof an.

Würste für Amerika
Seit Anfang der 80er betrieben Töpperwiens Onkel und Tante in Köln eine Imbissbude. Den jungen Chris freut es – neben der Schule brutzelt er sich in die höheren Sphären der Currywurst und findet Gefallen daran. Deshalb lässt er den Brauch, im Imbiss auzuhelfen, auch während des Besuchs der Höheren Handelsschule und der Ausbildung zum Bürokommunikationskaufmann beim Deutschen Paketdienst nicht abreißen. Von 1984 bis 2004 ist es eine On-off-Brutzelei zwischen Chris und der Wurst. Der Traum vom Braten in Amerika setzt sich fest, aber erst mal kommt alles ganz anders: die esells Media Design Agentur in Köln wird gegründet. Dem Kreativgeist geht bei der PC-Arbeit jedoch schon bald die Lust ab ... Das Jahr 2008 zieht ins Land und mit ihm Töpperwiens Hochzeitsreise nach L.A. Dort denkt sich der Selfmademan: „Eigentlich müsste man die Reichen aus Beverly Hills mit Luxuscurrywurst und Champagner versorgen ...“ Im Gegensatz zur damaligen Ehefrau...

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14.11.2015