Ausgabe 169, Kolumne

Dr. Badass: Die Weinkarte in 10 Schritten aufzumotzen (1/3)

Dr. Badass und Top-Sommelier aus dem 2-Sterne-Restaurant Tantris Justin Leone, wie man seine eine Weinkarte aufmotzt.


All jene, die auch nur ansatzweise die gleichen Nerds sind wie ich, greifen bei einem Dinner als Erstes natürlich sofort zur Weinkarte. Und immer öfter frage ich mich: Was geht nur in den Köpfen der Sommeliers vor? Gibt es eine Ideologie dahinter, warum wurde sie überhaupt so geschrieben und präsentiert und am wichtigsten: Welche Schätze findet man darin? Hat es eine Richtung, einen Flow, ja eine Persönlichkeit? Oder ist es nur eine planlose Schmiererei von einer Person, die hier Getränke anführt, die sie so zu Hause auch gerne konsumiert? Hier kannst du in Ruhe die ersten fünf der zehn Punkte abhaken und herausfinden, ob deine eigene Weinkarte Badass-Status aufweist ...

1. Qualität statt Quantität, um Himmels willen! 
Einige von uns haben es gut. Manchmal fast zu gut. Unendliche Budgets, kilometerlanger Stauraum im Keller und eine kleine Armee an Assistenten, die einem beim Bestellen und Sortieren unter die Arme greift. Für den Rest von uns bringt es Shakespeare auf den Punkt: In der Kürze liegt die Würze. Und fürwahr: Diese über die Jahrhunderte ewig gültige Maxime sollte uns Sommeliers als Mantra fürs Budget dienen. Eine prägnante Karte mit großen Jahrgängen, tollen Winzern und überraschenden Neuentdeckungen zusammenzustellen, ist...

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14.11.2015