Ausgabe 169, Management-Tipps

Sorgenkind F&B

Gähnende Leere im Speisesaal. Wie Hotelrestaurants animiert werden können.

eine GeisterstadtFotos: Timur Emek, 2009 sarahmartin, Klaus Loreke No Limit Fotodesign, beigestellt

Die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ liegt im Raum. Wo sich in den USA und Asien die Business- und Freizeitcowboys den Weg allzu gerne in den Hotelsaloon bahnen, reiten sie im deutschsprachigen Raum eine Staubwolke nach sich ziehend im Galopp vorbei. Doch woran liegt das? Ist es wirklich eine reine Frage der Kultur, machen es die Amerikaner und Asiaten schlichtweg besser oder fehlt hierzulande die Klientel für die Hotelgastronomie? ROLLING PIN geht der Frage nach, wie es gelingen kann, die Hotelgastronomie als Hotspot für Gäste und Locals zu beleben.
Fest steht: Die Rahmenbedingungen für den Food-&-Beverage-Bereich in Hotels sind nicht die besten. Dem Umsatz steht ein relativ hoher Waren- und Personaleinsatz gegenüber, sodass in der Regel ein geringerer Erlös als im Logisbereich erzielt wird. Doch Experten sind sich einig: Das Potenzial im F&B-Bereich ist da, es muss nur genutzt werden.
Der Frankfurter Innenarchitekt Ivo Goeckmann, der sich intensiv mit Trendkonzepten in der Verkehrsgastronomie und mit dem Wohlfühlcharakter in der Gastronomie beschäftigt, ist sich sicher: „Die Hotels haben den Wandel verschlafen. Sie haben einen Sechser im Lotto in der Hand, gehen aber nicht in die Filiale, um ihn einzulösen.“ Sie hätten alle Vorteile, die man für ein erfolgreiches Konzept braucht: gute Standorte, Top-Personal und -Küche, gute Infrastruktur und Lieferantenkonditionen.
Doch das perfekte Konzept ist nichts wert, wenn es an den Ansprüchen und Bedürfnissen der Gäste vorbeigeht. Das erkannte zuletzt auch...

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14.11.2015