Ausgabe 169, Porträts

Think outside the box

Schokolade ist süß und unaufgeregt? Wer Dominique Persoone kennt, sieht das anders. Denn der Shock-o-latier rockt die süsse Zunft jenseits aller Konventionen und Richtlinien – und die globale Kochelite findet das zum Schreien geil.

Dominique Persoone Fotos: Helge O. Sommer

Bloß niemals erwachsen werden. Das ist das Credo von Peter Pan. Und von Dominique Persoone, dem Schokoladen-Revoluzzer aus Antwerpen. Anscheinend ist es auch so etwas wie sein Erfolgsgeheimnis. Wie sonst kommt man auf die Idee, Schokofrösche mit Lidocain zu überziehen oder als Chocolatier unter die Lippenstiftproduzenten zu gehen?

Aber das Allerbeste an der Sache: Nicht nur Persoone selbst steht mächtig auf seine schokoladigen Erfindungen. Auch die globale Kochelite setzt liebend gerne auf die süßen Künste des Shock-o-latiers, wie Persoone sich selbst nennt. Sergio Herman, Peter Goossens, Alex Atala und Co. – sie alle lassen sich die Schokolade von Dominique Persoone in ihre sternegekrönten Häuser liefern. Dabei ist der 46-Jährige eigentlich gelernter Koch. Und legte nach seinen Lehr- und Wanderjahren in der internationalen Gas-tronomie einfach noch ein paar Stationen bei Pâtissier-Granden wie Pierre Hermé in Paris oder Pascal Brunstein ein. Danach stand für Persoone zweifelsfrei fest: „Ich möchte meine Kreativität in Zukunft nur mehr über Schokolade ausleben.“ Das und die ganze Welt damit anstecken. „Schokolade ist so faszinierend und vielseitig. Alle Möglichkeiten stehen einem damit offen.“ Jedes Mal, wenn er ins Ursprungsland der Schokolade, nach Mexiko, reise, käme er mit einem Berg voller neuer Ideen und Inspirationen zurück. Was verhältnismäßig oft vorkommt. Schließlich hat Dominique Persoone offensichtlich nicht nur das Geheimnis der ewigen Jugend geknackt, sondern...



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14.11.2015