Ausgabe 170, Porträts

Bäriges Comeback

Christian Petz tut wieder das, was er am besten kann: Kochen. Und das so gut, dass der enorme Ansturm den Meister der neuen Wiener Küche an seine Grenzen bringt.

Comeback - Christian Petz
Fotos: Helge O. Sommer

Der Petz eröffnet und die heimische Presse verliert sich in ultimativer Lobhudelei. „In Reduktion und Perfektion der Ausführung so gut, dass einem die Augen feucht werden.“ „Wie habe ich nur so lange ohne sein Essen überleben können?“ Oder: „Der Kampf um die Plätze lohnt sich!“
Und tatsächlich, der Andrang im Wiener Gußhaus ist enorm. So groß sogar, dass der erfahrene Ausnahmekoch aktuell gehörig ins Strudeln kommt. Denn so entspannt Christian Petz noch im Vorjahr beim Fotoshooting in seinem neuen Reich war, so abgehetzt klingt er jetzt beim Interview: „Ja, nach außen schaut das alles echt super aus, aber intern schuften wir zurzeit am letzten Zacken!“

Der Traum von Christian Petz ist also wahr geworden. Er hat endlich sein eigenes Wirtshaus. „Es ist alles andere als einfach, ein Restaurant mit halbwegs leistbarer Pacht und ohne astronomische Ablöse zu finden. Dann sollte es noch zentral liegen, und gefallen sollte es mir auch. Dank Dr. Walter Kainz, dem Gußhaus-Eigentümer, habe ich meinen idealen Platz gefunden.“ Seit Mitte Januar macht Christian Petz also wieder das, was er am liebsten tut. Kochen. Wirtschaftsanwalt Walter Kainz ist umgekehrt froh, dass er sein Restaurant in gute Hände legen und sich selbst noch ein paar Jahre seiner Kanzlei widmen kann: „Es war ein richtiger Glücksfall. Habe ich doch schon einige Zeit hin und her überlegt, wie ich...

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14.11.2015