Ausgabe 172, Management-Tipps

Der Neo-Tourist

Zum Mount Everest, aber bitte ohne Risiko. Was der Traveller von heute will und was das an Potenzial für die Reisebranche bietet.

Der Neo-Tourist Fotos: Shutterstock, Quelle: Tourismus Report 2015 | Anja Kirig, Jana Ehret, Susanne Eckes November 2014 | 120 Seiten | ISBN: 978-3-938284-93-3

Mit dem Schimpfwort Pauschalurlaub, das den Beigeschmack „schal“ ja schon in seinem Namen trägt, wollen wir jetzt gar nicht anfangen. Wer sagt schon gerne von sich aus tiefster Überzeugung: Ich bin einer dieser 08/15-Touristen. Denn der kommt stets mit dem Mief von Massenauflauf in den Bettenburgen Mallorcas oder der Türkei und ölsardinengedrängtem Bräunen am liegenübersäten Strand daher. Individuell will der Reisende sein, sich abheben von dieser undefinierbaren Masse. Aber will er das wirklich? Und was bedeutet Individualurlaub heute?

Als Kompass für die Branche analysiert das Zukunftsinstitut in seinem Tourismus-Report 2015 die neuesten
Entwicklungen am Reisemarkt. Ein Fokus: Wie tickt der Reisende – und vor allem: Wie können sich die Tourismusexperten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie sich zeitig mit ihrem Marketing auf die neuen Destinationsfavoriten der Millennial-Reisenden einschießen? In einem sind sich die Autorinnen Susanne Eckes und Anja Kirig sicher: „Die Megatrends Individualisierung, Konnektivität und New Work führen zu einer Neuaufstellung der Reisebranche, die wir als De-Touristification bezeichnen. Der Tourist löst sich von der Definition des Touristen, nimmt das Organisieren und Anbieten der Reiseelemente selbst in die Hand.“ Dabei wendet sich der Reisende vom klassischen Klischee des Pauschaltourismus ab – hin zu...

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14.11.2015