Ausgabe 172, F&B Know-how

Insekten in aller Munde

Nicht Fleisch, nicht Fisch: Finden Insekten in Zukunft den Weg auf europäische Teller? Wo und wie sie gerne gegessen werden. Eine Geschichte voller Tabus.

Insekten als DelikatesseFotos: Shutterstock



Was in Thailand oder Mexiko völlig normal ist, scheint in Europa noch lange nicht alltagstauglich zu sein: Es kostet den Durchschnittseuropäer einige Überwindung, in ein ganzes Tier mit Augen, Beinen und Flügeln zu beißen. Die Vorstellung, Insekten zu essen, ruft Ekel hervor: Wird doch die Made oder Kakerlake eher mit Schmutz in Verbindung gebracht als mit einem leckeren Gericht. Wieso der Ekel aber doch überwunden werden sollte, erklärt die Studie der Welternährungsorganisation FAO anhand der steigenden Weltbevölkerung: Im Jahr 2050 soll die Nachfrage nach Fleisch um 73 Prozent steigen. Dieser Hunger kann nicht mit Rind, Schwein oder Geflügel gestillt werden.

Delikates Essen
Grundsätzlich haben Insekten, ihre Eier und jugendliche Stadien wie Larven bei rund zwei Milliarden Menschen in 80 Prozent der Länder einen sehr hohen Stellenwert: Der Verzehr ist dort normal und hat nichts mit Dreck oder Hygienemängeln zu tun. Wieso tun sie das? Es sind einerseits Tradition und der antrainierte Geschmack, den sich Europäer im Übrigen auch aneignen können. Andererseits sind Insekten eine willkommene Alternative zu Fleisch. In Thailand ist die rote Ameise eine säuerliche...

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14.11.2015