Ausgabe 173, Kolumne

Dr. Badass: Elementar, Mister Watson! (2/3)

Der zweite Teil des Dr. Badass und Top-Sommelier aus dem 2-Sterne-Restaurant Tantris Justin Leone: Wie werde ich ein Weinkenner-Pro!

Justin LeoneFoto: Mike Krueger

Wer die folgenden Schritte des perfekten Weinverkostens berücksichtigt, wird bald wie ein absoluter Wein-Pro palavern. Es führt zu intelligenteren Einkäufen und hilft vielleicht sogar dabei, deinen Kumpels bei der nächsten Samstagabend-Fußballparty die Show zu stehlen.

5 Don’t be fooled by the Rocks that it’s got … 
… it’s still, it’s still representin’ the Block. Da kann man der guten Jennifer Lopez schon zustimmen. Warum um Himmelswillen sollte man sich auch zu viele unterschiedliche Weine zulegen? Um auf millionenfache Weise immer wieder dasselbe Produkt zu kaufen? Sicher nicht! Einer der faszinierendsten Aspekte, im Jahr 2015 ein Weinliebhaber zu sein, ist doch der, eine unfassbare Vielfalt vorzufinden. Weine aus allen Erdteilen, die man sich nur vorstellen kann, in sämtlichen Ausführungen und Formen zu einer Qualität, die vor wenigen Jahren noch nicht denkbar gewesen wäre. Bei all dieser Vielfalt wird es jedoch immer wichtiger, die Einzigartigkeit besser zu erkennen. Die Franzosen haben unter dem Begriff Terroir all die Faktoren eingefangen, welche jeden Wein einzigartig machen. Angefangen beim Boden über Hanglage, Mikroklima, Weinalter, Niederschlag oder auch Sonnentage. Ein toller Wein sollte, wenn er richtig gekeltert wurde, mehr sein als nur ein Sprachrohr seiner Geschichte oder seines Terroirs. Er soll dir gleich zu Beginn erzählen, wo er herkommt. Wie die Reifebedingungen waren oder die Ideologie des Winzers. Es sind genau diese Ehrlichkeit und Transparenz sowie die Kunst, im wahrsten Sinne des Wortes seinen Wurzeln treu zu bleiben, die große Weine so einzigartig und romantisch machen. Verfälschen oder überdecken die Maßnahmen eines Weinbauers die Geschichte des Weins...

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14.11.2015