Ausgabe 174, Porträts

Herr der kühlen Blonden

Bieroase der Superlative: Schweizerhaus-Wirt Karl Kolarik hat das legendäre Imperium seines Vaters ausgebaut und in neue Höhen katapultiert.

Bieroase der Superlative- SchweizerhausFotos: Monika Reiter, Thomas Schauer, Heinz Stephan Tesarek / www.heinztesarek.com, Prof. Eric Holan


Wie eine Heerschar von Bienen im Hopfenfeld schwirren die Kellner zielgerichtet von einem Tisch zum anderen. Beobachtet man das hektische Treiben der Angestellten im Schweizerhaus, kann einem beinahe schwindlig werden. Nur einer scheint im Stelzen- und Bier-Eldorado die Ruhe in Person zu bleiben: Chef Karl Kolarik. Sir der Wiener Gas­troszene und innovativer Schanigärtner der Superlative.

Seit 1986 ist er Geschäftsführer im kultigsten Biergarten Österreichs und konnte bis dato die bereits beachtlichen Leistungen des Herrn Papas noch steigern. In welchem Ausmaß er das geschafft hat, zeigt alleine die Steigerung der Mitarbeiterzahlen von 80 auf 140. Doch bereits 1920 übernahmen die Kolariks im Schweizerhaus das Ruder. Karl Kolarik sen. erwarb damals als 19-Jähriger mit viel Optimismus und noch mehr Schulden die traditionsreiche Gastronomiestätte. Mit seiner positiven Einstellung und seinem unermüdlichen Engagement machte er das Schweizerhaus zur Wiener Institution. Die beeindruckenden Fakten gleich zu Beginn: Knapp 750 Sitzplätze im Gasthaus sowie 1400 Plätze im Garten stehen für die Gäste täglich von 11 bis 23 Uhr zur Verfügung. „Wir haben 40.000 potenzielle Gäste in unserem Einzugsgebiet...

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14.11.2015