Ausgabe 174, F&B Know-how

Mit der Craft des Bieres

Krieg Der Getränke: Macht Craft Beer Wein seinen Rang im Restaurant streitig? Die Väter der Craft-Beer-Szene im Gespräch über die dunklen und hellen Seiten der Macht.

Craft des BieresFotos: Brau Union, Illustration: Anna Spindler

Kult-Kultur: Bier kann auch ganz anders

Süffig blonde Schönheit, die pro Jahr literweise die deutschen und österreichischen Kehlen hinunterzischt. Bierzeltgaudi, Dirndlaufmarsch, Gastgarten-Kumpan. Das ist Bier.

Aber auch das ist Bier: uraltes Handwerk, gepflegte Tradition und Braukunst – die, gekonnt praktiziert, Biere ergeben, die Wein in ihrer Komplexität und Bandbreite um nichts nachstehen. Im Gegenteil, sagt Sepp Wejwar, den die meisten nur als Biersepp kennen: „Ich behaupte sogar, dass im Bier mehr Aromen zu finden sind als im Wein.“ Um genau das unter Beweis zu stellen beziehungsweise die Zukunft des Bieres zu diskutieren, hat ROLLING PIN das Who is who der flüssigen Gastro-Gilde zusammengetrommelt und zum ROLLING PIN DrinkLab in die SOULKITCHEN eingeladen. Wein- und Bierexperten wie eben Sepp Wejwar alias Biersepp, als Vertreter für den Getränkehändler Kolarik & Leeb, Matthias Berger, Service Chef im Hangar-7 in Salzburg, Justin Leone, Chefsommelier aus dem zweifach besternten Restaurant Tantris in München, Sophia Wenzel, Biersommelière aus dem Braugasthaus Altes Mädchen in Hamburg, sowie Top-Sommelier René Kollegger aus dem Restaurant T.O.M. und Markus Betz sowie Peter Mican vom Getränkehändler Ammersin sind dem ROLLING PIN-Ruf gefolgt, um sich die Sinnfrage des Bieres zu stellen. Sein oder nicht sein? – Darf und muss Craft Beer sein? Beziehungsweise darf billiges Bier, das für den Endverbraucher für nicht einmal sieben Euro die Kiste über den Tresen wandert, überhaupt sein? Wie sieht die Welt des Bieres in zehn Jahren aus? Wird die Craft des Bieres mit uns sein? Und was hat es eigentlich mit den Craft-Beer-Produzenten auf sich, die seit einigen Jahren wie Schwammerl aus dem Boden schießen? Inwiefern tangiert die Thematik die Top-Gastronomie heute schon beziehungsweise schwenkt der Kenner bald Hopfen- statt Rebensaft im Glas, wenn es um den guten Ton des Genusses geht?

Fragen über Fragen, denen sich die Experten des ROLLING PIN-DrinkLabs gestellt haben. Natürlich durch 17 Praxisbeispiele untermauert. Alles andere wäre langweilig. Während also das Eröffnungsbier, ein fruchtig erfrischendes Fruitesse die Kehle hinuntertröpfelt...

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14.11.2015