Ausgabe 180, Careers

Powerfrau auf Erfolgskurs

Sie hat seit vier Monaten jeden Tag den Sonnenaufgang gesehen: Daniela Balser ist Bar-Managerin bei Seabourn und erobert durch ihren Charme Gäste aus der ganzen Welt. Die gebürtige Erfurterin über Herausforderungen, Landratten und Karrierechancen.

 

Daniela BalserWie war Ihr Weg zur steilen Karriere bei der Kreuzfahrt?

Daniela Balser: Ich habe bei einem anderen Unternehmen meine Kreuzfahrtkarriere gestartet und bin aufgrund des guten Rufs nach zwei Verträgen zu Seabourn gewechselt. Ich habe als Bartender auf der Sojourn angefangen und mich während der letzten fünf Jahre bis zur Position eines Bar-Managers hochgearbeitet. Jetzt bin ich für die gesamten Barabläufe verantwortlich.

Was sind dabei die größten Herausforderungen, denen man sich stellen muss?

Balser: Die größte Herausforderung im Job ist bestimmt, flexibel auf die verschiedenen Problemstellungen zu reagieren. Man hat natürlich mit Gästen aus den unterschiedlichsten Nationen mit den dazugehörigen eigenständigen Kulturen zu tun. Es hängt auch immer davon ab, wo auf der Welt man gerade unterwegs ist. Dementsprechend lautet die Devise: gut improvisieren und Tag für Tag auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste eingehen.

Wie sieht denn in etwa Ihr typischer Tagesablauf aus?

Balser: Ich checke in der Früh als Erstes alle Outlets und Bars. Dann steht eine ganze Menge Papierkram an und den versuche ich, so gut es geht abzuarbeiten, da ich, sobald die Bars geöffnet haben, immer vor Ort im Einsatz bin. Dort gilt es, ein Auge auf sämtliche Vorgänge zu haben, Crewmitglieder einzusetzen, wo gerade Not am Mann ist, die Gäste zu unterhalten und sie auch zu befragen, was ihnen gerade fehlt, um solche Mängel in Zukunft auszubessern. Zwischen 14 und 16 Uhr habe ich eine Pause und dann geht es auch schon mit einer Tea Time und in weiterer Folge mit dem Abendservice weiter. Es ist also ein langer Tag.

Wie unterscheidet sich ein Job am Schiff von jenen an Land?

Balser: Vor allem durch die Gemeinschaft. Wir sitzen hier ja tatsächlich alle in einem Boot und alle ziehen gemeinsam an einem Strang. Es herrscht hier eine Dimension an Teamwork, die wird man an Land niemals finden. Und man lernt hier nicht nur die ganze Welt kennen, sondern auch die gesamte Gastronomiewelt. Unterschiedliche Länder, ihre Kultur und die Kulinarik: Das gibt dir Inputs, die du dein Leben lang nicht mehr vergessen wirst.

Was sind für Sie persönlich die härtesten Erfahrungen auf dem Schiff?

Balser: Enttäuscht bin ich immer dann, wenn wir es nicht geschafft haben, die Erwartungen eines unserer Gäste zu erfüllen. Wir wollen ja immer die Erwartungshaltung übertreffen und so kann es sein, dass, wenn ein Gast einen speziellen Wein oder eine Spirituose wünscht, ich in jedem Hafen von Bord gehe, um nach diesem einen Wunsch zu suchen. Wenn das nicht gelingt und man somit den Gast enttäuschen muss, ist das schon hart.

Haben Sie noch weitere Karrierepläne bei Seabourn?

Balser: Natürlich habe ich noch Karriereziele, das haben hier fast alle. Mein nächster Schritt wäre die Position des F&B-Managers. Aber dafür bin ich noch nicht bereit. Ich glaube, man fühlt selbst, wenn es so weit ist, um den nächsten Schritt zu machen.


Skills für den Job als Bar-Manager bei Seabourn

• Sehr gute Kenntnis der Bargetränke, inklusive der dazugehörigen Kalkulationen
• Budgetsicheres Arbeiten, Fähigkeit zur Darstellung sowie Analyse von wirtschaftlichen Zielvorgaben
• Hohe Dienstleistungsbereitschaft gegenüber Passagieren und Mitarbeitern
• Erfahrung im Beschwerdemanagement

Seabourn Cruiseline Limited

www.seabourncareers.com
Tel.: +44 (0) 300/303 81 91

08.10.2015