Ausgabe 184, Porträts

F&B Academy Absolventen im Porträt

Acht Jahre arbeitete Thomas Winkler im Controlling eines Kosmetikkonzern. 2015 kam der 33-Jährige zurück in die Heimat und machte sich mit dem Dolomitenhof selbständig.

Text: Marion Wolf

Thomas Winkler

Aufgewachsen ist der Jungunternehmer im Stammbetrieb der Familie, dem Moarhof in Lienz in Osttirol. Gemeinsam mit seinen Eltern führt Thomas Winkler seit Mai 2015 daneben auch den Dolomitenhof im benachbarten Tristach. Zwei Häuser mit insgesamt 168 Betten und 40 Mitarbeitern. 

Sie sind über Umwege in den Tourismus eingestiegen. Was waren Ihre wichtigsten Stationen?
Thomas Winkler: Eigentlich bin ich als klassisches Tourismuskind in unserem Familienbetrieb, dem Moarhof, aufgewachsen, habe die Tourismusschule Am Wilden Kaiser in St. Johann in Tirol besucht und bin dann aber ganz weg vom Tourismus. An der FH Kufstein habe ich International Business Studies studiert und danach im Bereich Finanzen und Controlling für den Kosmetikkonzern L’Oréal gearbeitet, erst zwei Jahre in Paris, dann sechs Jahre in Wien.

Wie kam dann der Weg zurück in die Hotellerie?
Winkler: Da haben mehrere Faktoren eine Rolle gespielt: Einmal der Gedanke, selbständig zu sein, die Liebe zum Tourismus – meine Frau kommt auch aus diesem Bereich – und dann war da noch der Nachwuchs. Unsere Tochter ist gerade fünf Monate alt. Wir wussten aber, dass der Ursprungsbetrieb meiner Eltern zu klein ist und wir ein zweites Standbein brauchen. Da hatten wir das Glück, dass ein Kollege den Dolomitenhof verkaufen wollte, den wir im Mai 2015 übernommen haben. 

Warum haben Sie sich dann für den Kurs der F&B Academy entschieden?
Winkler: Ich wusste zwar, wie Controlling funktioniert, aber nicht für den Bereich Tourismus. Ich wollte hier up to date sein. In Bezug auf Tipps, Tricks und Trends hat mir der Kurs viel gebracht. Besonders auch Personalplanung und die persönlichen Erfahrungsberichte aus den Betrieben und von den Vortragenden. Spannend war für mich zudem das Thema Theatralisierung des Gastro- oder Hotelbesuchs. Hier versucht man, sich in den Gast hineinzuversetzen, damit der Aufenthalt vom Anfang bis zum Schluss zum Erlebnis wird. Gerüche oder die Beleuchtung im Hotel spielen hier eine Rolle. Ich habe mir vorher auch keine Gedanken über die Angebotsausschilderung gemacht oder darüber, wie eine Speisekarte aussehen soll.

Wem würden Sie den Lehrgang ans Herz legen?
Winkler: Personen, die eine Lehre im Restaurant oder in der Küche gemacht haben und weiterkommen wollen. Aber auch Quereinsteigern wie mir, die schon einen Bereich wie Controlling kennen. Sie bekommen in kurzer Zeit ein breites Wissen.

 

FACT-BOX

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F&B Academy
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19.01.2016