Ausgabe 190, F&B Know-how

Wer nicht fragt, bleibt dumm: Woher stammt das Dessert Pfirsich Melba?

Wohin die schönen Künste führen: Was ein gefeierter Sternekoch, eine Opernsängerin und ein Schwan mit einem Dessert zu tun haben? Check it out!

Fotos: Shutterstock

Dessert Pfirsich Melba

Dieses Dessert lässt den Gaumen singen

Für viele zählt der Klassiker Pfirsich Melba zum feinen Abschluss eines gelungenen Menüs. Aber die wenigsten wissen, woher es kommt.

Benannt ist das Dessert nach der australischen Sopranistin Nellie Melba, die in den 1890er-Jahren dank der Schallplatte internationalen Weltruhm erlangte. So gastierte Nellie Melba 1882 zusammen mit Startenor Enrico Caruso in London, wo sie im Konzerthaus von Covent Garden in Wagners „Lohengrin“ die weibliche Hauptrolle sang.

Auguste Escoffier, französischer Starkoch, Gründer der Grande Cuisine und damals Chefkoch des Hotels Savoy, in dem Melba wohnte, war so begeistert von der Aufführung, dass er eigens für die Sängerin ein Dessert kreierte: ein geschälter Pfirsich, in Zuckerwasser gedünstet, auf Vanilleeis, mit Himbeermus überzogen und mit frischer Schlagsahne angerichtet.

Serviert in einer Sektschale zollte Escoffier der Melba Tribut, da das Dessert an den Schwan aus „Lohengrin“ erinnerte. Nellie Melba ist fast vergessen, aber das ihr gewidmete Dessert begeistert noch heute.

19.05.2016