Ausgabe 191, Management-Tipps, Porträts

13 Fragen an Olaf Koch

Herr über 230.000 Mitarbeiter: METRO-CEO Olaf Koch über Digitalisierung in der Gastronomie, die Revolutionierung des Unternehmens und seine Liebe zum Hardrock.

Text: Marion Wolf     Fotos: Monika Reiter

Olaf Koch, Metro-CEO

METRO, der Eindruck eines riesigen, etwas verstaubten, unpersönlichen Tankers hat sich bei uns eingebrannt, als wir Olaf Koch, den CEO von METRO, Media-Saturn und Real zufällig auf einer Messe treffen. Gar nicht dem Klischee eines emotionslosen Einkäufers entsprechend, begegnet uns ein entspannter und hochspannender Typ. Der Mann an der Spitze eines Unternehmens mit fast einer Viertelmillion Mitarbeitern. Wir sind neugierig, welchen Drive Olaf Koch in das Unternehmen bringen will, und vereinbaren ein Treffen. Das METRO-Headquarter in Düsseldorf in der Metrostraße, eine eigene kleine Stadt in der Stadt, die eher an einen amerikanischen Uni-Campus erinnert. Mit einer dunklen Jutetasche in der Hand treffen wir Olaf Koch am Gang, ohne große Entourage. Die Machtzentrale des CEO im fünften Stock vermittelt so gar nicht den steifen Charakter eines Konzerns. Bunt, groß, nicht holzgetäfelt, sondern eher Silicon Valley. Der 46-Jährige schlägt den Besprechungstisch in seinem Büro für das Interview vor, wir bitten ihn auf die lederne Sitzecke. Ungewohntes Terrain, saß er doch, wie er zugeben muss, seit seinem Amtsantritt als METRO-Chef im Januar 2012 noch kein einziges Mal an diesem Platz. Er lässt sich herausreißen aus alten Mustern, raus aus der Komfortzone. Wir wollen herausfinden, ob das auch Olaf Kochs Führungsstil entspricht.

HIER registrieren

09.06.2016