Ausgabe 191, Porträts

Andrew Wong: China is(s)t mehr als Reis

Der Londoner Koch Andrew Wong verrät bei den CHEFDAYS die Geheimnisse der chinesischen Küche. Sie ist vielfältiger und spannender, als es Asia-Take-away-Boxen vermuten lassen.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Monika Reiter, Claudio Martinuzzi

Die eine chinesische Küche gibt es nicht

Bei 1,37 Milliarden Einwohnern, 22 Provinzen und 14 angrenzenden Ländern ist es unmöglich, von der einen chinesischen Küche zu sprechen. Das wäre so, als würde man alle europäischen Küchen in einen Topf werfen“, erklärt der Chinese Andrew Wong, der mit seinen Eltern in London aufwuchs. 

Damals zwischen den Töpfen der vier Restaurants der Eltern groß geworden, studierte er nach der Schule Volkswirtschaft, um dann nach dem plötzlichen Tod seines Vaters die Gastronomie der Familie weiterzuführen. Heute gehört ihm gemeinsam mit seiner Frau ein eigenes Restaurant in Victoria, einem kleinen Stadtviertel der britischen Hauptstadt, und dort bringt er die chinesische Küche in ihrer Vielfalt nach Europa. Ein heroischer Aufklärungsversuch mit der Prämisse, dass die Küche Chinas nicht in die Reis-mit-Huhn-Box vom Asia-Mann nebenan passt. 

Alle bekannten Gerichte in Europa beruhen auf dem Repertoire der kantonesischen Küche.

Andrew Wong über die europäische adaptierte Küche Chinas

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09.06.2016