Ausgabe 191, Kolumne

Dr. Badass: Gib Bildung eine Chance

Dr. Badass und Tantris-Top-Sommelier Justin Leone: Die ROLLING PIN-Sprechstunde über Wein und die Nachwuchsproblematik.

Fotos: Mike Krueger

Dr. Badass spricht Klartext

Status Quo

Auch wenn ich mich so anhöre wie meine Großeltern: Die Millennium-Generation nervt. Um genauer zu sein, sind es dieser völlige Mangel an Motivation und die innere Natur, angetrieben von Faulheit, Gier, Ahnungslosigkeit und dem stetigen Gefühl, zwar hohe Ansprüche zu haben, aber weder Plan noch Talent, Weltlichkeit oder Arbeitsmoral vorweisen zu können. 

Und das, obwohl unsere Großeltern dachten, dass ihre Babyboomer schon schlimm sind. Aber sie waren es, die hinaus in die Welt gingen, um etwas daraus zu machen. Die Generation zuvor kämpfte und starb für ihre Freiheit, die sie selbst in die Hand nahm, um Geschäfte zu machen, Kunst, Veränderungen, Ideologien – all das ebnete uns den Weg und ist heute das, was uns lieb und teuer ist. 

Unsere Großeltern waren hart wie Stein, wenn auch ein bisschen ruppig. Sie waren klug und wussten, wann es Zeit war, Geld und Energie auszugeben oder seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Unsere Eltern waren Hippies, aber nicht weicher als die Generation zuvor. Nur offener, mit weiteren Blickwinkel, kreativer und scharf auf die Erweiterung der eigenen technischen, sozialen und historischen Horizonte.

Ich bin einer der Letzten aus dieser Generation. Einer Generation, die so viele Möglichkeiten hatte, die die Vorgänger mit Blut, Schweiß und Tränen erkämpft hatten. Sie nahmen all ihren Mut und rannten – gegen Grenzen, für all das, was man angeblich nicht erreichen kann. 

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09.06.2016