Ausgabe 195, F&B Know-how, Management-Tipps

Science Fiction im Kühlregal

Personalisiertes Food-Feedback nach DNA-Analyse und blutende Burger ohne tierische Inhaltsstoffe: Was nach Science-Fiction klingt, ist schon lange Realität.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Claudio Martinuzzi, Shutterstock

Sieht aus wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch, blutet wie Fleisch: Es gibt mittlerweile Firmen wie Impossible Food und Beyond Meat, die sich auf rein pflanzliche Produkte spezialisiert haben.

Food-Start-ups unter der Lupe

Wie Jerry, die kleine, unscheinbare Maus, die dem Kater Tom immer wahnsinnig gerne auf der Nase herumgetanzt ist, schaffen es Food-Start-ups, sich in der Branche langsam, aber sicher selbst mit unmöglich erscheinenden Ideen ihren Raum zu schaffen. Sie sind kleiner, können schneller agieren, schaffen neue Techniken und nutzen aktiv die bestehende und müssen dabei nicht über gigantische Konsequenzen nachdenken, wie es die großen, eingefahrenen Food-Unternehmen der Branche müssen. 

Bedarf an Neuerungen des aktuellen Angebots gibt es in der Lebensmittelbranche ohnehin: Nicht nur Alternativen zum Fleischkonsum werden händeringend gesucht, um die wachsende Weltbevölkerung auch noch im Jahr 2050 ernähren zu können. Auf der Liste stehen auch neue Anbautechniken, wassereinsparende und landwirtschaftsräumevergrößernde Ideen. Lebensmittelanbau in der Wüste, unter Wasser, in der Stadt – jeder Raum soll bestmöglich genutzt werden. 

Ein Spielplatz voller Möglichkeiten

Weniger Bedarf, dafür mehr intelligente Spielerei sind Infrarotscanner, die verraten, was im Lebensmittel steckt, oder Becher, die die Inhaltsstoffe des Getränks an der Glaswand erläutern. Kühlschränke, die die Milch selbst nachbestellen, und Apps, die nach dem Scan der DNA personalisierte Ernährungstipps abgeben, gehören genauso zu dem Repertoire der kleinen, flinken Start-ups der Branche. Manchmal erscheinen die Ideen der kleinen Unternehmen eher realitätsfern als zum Greifen nahe, aber sie sprießen aus dem nahrhaften Boden der Branche und rütteln sie – vielleicht nicht heute, dafür aber bestimmt – wach. 

Start-up-Gründer werfen einen ganz anderen Blick auf die Branche und haben daher meist andere Vorstellungen von der Realität als etablierte Unternehmen.

Hanni Rützler über den Blickwinkel von Quereinsteigern auf eine Branche

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01.09.2016