Ausgabe 196, Arbeiten im Ausland, Karriere-Tipps

Arbeiten in Kopenhagen

Im Foodie-Mekka Kopenhagen sprießen gute Restaurants, Ideen und Jobs für talentierte Köche aus dem Boden wie Pilze im Herbst. Im Interview zur Stadt ohne Grenzen: der Österreicher Christian Gadient.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Clas Bech Poulsen, René Riis 2015, Neel Munthe-Brun, Restaurant Spontan

Nordish by Auswanderung: Christian Gadient

Das Kind im Mann 

Der österreichische Koch Christian Gadient wohnt seit sechs Jahren in Kopenhagen und hat sich vor drei Monaten selbständig gemacht. Was der 27-Jährige über den Hotspot der Nordic Cuisine weiß und warum es immer gut ist, ein Stück weit Kind zu bleiben. 

Wie kam es damals dazu, dass Sie nach Kopenhagen gezogen sind? 
Christian Gadient: Eigentlich wollte ich nach Stockholm, weil ich viele Tipps und nur Gutes über die schwedische Hauptstadt gehört hatte. Auch als Kind wollte ich schon immer mal nach Stockholm. Aber dann lernte ich meine Freundin kennen. Sie ist Dänin und so kam es, dass ich vor sechs Jahren und einem Monat nach Kopenhagen zog.  

Und war es eine gute Entscheidung? 
Gadient: Absolut! Man ist hier als Koch einfach mittendrin in der boomenden Szene. Ich habe das Gefühl, dass jeden Monat die Qualität der Lebensmittel, der Restaurants und der Branche im Allgemeinen steigt. Ich bin umgeben von Küchengöttern. Und das Coolste: Jeder kennt jeden, die Köche sind untereinander befreundet. Wenn ich mal eine Tomate für mein Restaurant brauche, gehe ich über die Straße zum nächsten Restaurant und bekomme sicher eine. Es ist eine enge Freundschaft, die die Köche verbindet, und der Zusammenhalt ist stark.

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22.09.2016