Ausgabe 198, Porträts

Eugen Block: King of Beef

Eugen Block ist der Steakpionier auf dem deutschen Markt und hat sich mit autoritärem Führungsstil nicht immer nur Freunde gemacht. Warum er trotzdem stets nach seinen Grundsätzen handelte und so zur Legende wurde, verrät er im exklusiven Interview.

Text: Georg Hoffelner     Fotos: Helge O. Sommer, beigestellt

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1968 gründete Eugen Block sein erstes Steakhaus, heute sind es stolze 47 Filialen. Ganze 17 Unternehmen gehören zur Firmengruppe, die mehr als 2300 Mitarbeiter beschäftigt und 2015 satte 360 Millionen Euro umsetzte. Bei den ROLLING PIN-Awards wurde er unter Standing Ovations für sein Lebenswerk ausgezeichnet, auch wenn er jetzt mit 76 Jahren doch kürzertreten will. Warum man ihm das noch nicht ganz glauben will, verrät das Interview mit dem erfolgreichen Kontrollfreak.

Gleich vorweg: Wie erklären Sie sich selbst Ihren Erfolg? 
Eugen Block: Hartnäckigkeit. Nachdem ich 1968 den Sprung in die Selbständigkeit gewagt hatte, übrigens der ganz entscheidende Schritt, habe ich mein Leben lang jeden Tag beharrlich und fleißig darum gerungen, das beste Produkt auf den Tisch zu bringen.

Haben Sie eigentlich an Ihrer Karriere gezielt gearbeitet oder hat die Liebe zu Ihrer Arbeit letztendlich zu Ihrer außergewöhnlichen Karriere geführt? 
Block: Nicht die Karriere war mir wichtig, ich habe mich immer auf das Ziel gefreut. Ich glaube ohne Eitelkeit.

Wollten Sie schon immer Unternehmer werden? 
Block: Unternehmer zu sein, ist ein großer Anspruch. Ich wollte frei sein, selbstverantwortlich handeln und für mein Auskommen und letztlich meine Rente selbst sorgen.

Welcher Augenblick in Ihrem Leben ist für Sie rückblickend der emotionalste? Beruflich gesehen. 
Block: Als ich 1972 den Fuß in das ganz neue Block House in Hamburg-Wandsbek gesetzt habe, war ich von der urgemütlichen Schönheit begeistert. Kein Wunder, dass der neue Betrieb von Anfang an brummte und ich am dritten Tag gesagt habe: „Ich glaube, jetzt werde ich Millionär!“

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02.11.2016