Ausgabe 199

Frankl 24: Geht nicht, gibt’s nicht

Seit 1999 verleiht Josef Frankl alles, was für ein gelungenes Event nötig ist – von Geschirr über Möbel bis zu Küchengeräten. Sein neuester Clou: Das gibt’s jetzt auch in kosher.

 

Josef Frankl war Metzgermeister und Caterer, bevor er ins Verleihgeschäft wechselte. Für den Komplettanbieter von Geschirr, Mietmöbeln und Küchenausstattung mit Sitz in Wien und München ist klar: Was nicht passt, wird passend gemacht.

Wieso haben Sie sich dazu entschlossen, ins Verleihgeschäft zu wechseln?
Josef Frankl: Ich war als Partyserviceunternehmer jede Nacht auf Veranstaltungen – bei kleinen und sehr großen Events, habe hinter dem Vorhang die Prozesse beobachtet. Ich habe einfach hingeschaut, wo Hilfe benötigt wird. Und was es am Markt damals einfach noch nicht gab, war jemand, der Geräte verleiht. Wir haben alles – von Popcornmaschinen und Convectomaten über Grillplatten bis zu Hähnchengrills und Donutmaschinen. Man muss sich am Markt orientieren. So haben wir uns in diesem Bereich bis heute zum größten Anbieter entwickelt.

Bis heute haben Sie stetig ihr Angebot an den Markt angepasst. Was kommt als nächstes?
Frankl: Bisher haben wir vereinzelt auch kosheres Table top und Küchenausstattung verliehen. Diesen Zweig möchten wir nun gerne weiter ausbauen. Über DO&CO kam ich erstmals mit kosheren Veranstaltungen in Kontakt. Danach habe ich mich mit Hilfe von vielen Caterern, mehreren Rabbinern und Maskiars in kosheres Catering vertieft.

Wieso ist Ihnen dieser Bereich so wichtig?
Frankl: Es wurde viel Schindluder mit dem Wort kosher betrieben. An vielen Stellen wurde und wird es nicht mit der nötigen Sorgfalt behandelt, daher will ich es mit sauber definierten Standards betreiben. Wie garantieren Sie, dass Ihre Produkte kosher sind? Frankl: Für mich ist es keine Frage der Religion, sondern der kaufmännischen Aufrichtigkeit. Jeder bekommt das, was er bestellt. Wir lagern die koshere Ausstattung also in zwei kosheren Lagern. Zudem haben wir Standards für milchig- und fleischig-koshere sowie für sephardische wie aschkenasische Küchen- und Tischausstattung erarbeitet. Wir kennzeichnen unsere Ware mit fleischig- oder milchig-kosher. Bei fleischig-kosher wird vermerkt, ob die Ware bisher an Sepharden oder Aschkenasen vermietet war.

Gibt es etwas, das nicht geht?
Frankl: Wir bieten keine Audio- und Videotechnik, Personaldienstleistung und Zeltverleih an. Aber auch für diese Bereiche haben wir die richtigen Kontakte, um ein Fest zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen.

www.frankl24.com | www.kosher-rent.com 

24.11.2016