Ausgabe 199, Porträts

Johannes Hornig: Kassensturz & Kaffeeklatsch

Zwischen Offline-Kaffeebohnen und Online-Kaffeekränzchen: Seit fünf Jahren führt Johannes Hornig das Familienunternehmen J. Hornig. Seine heiße Strategie: Österreich-ische Kaffeekultur in modernen Tassen.

Fotos: Claudio Martinuzzi, Christina Anzenberger-Fink, J. Hornig

Geschäftsführer Johannes Hornig im Rohkaffeekeller

Von außen pfui, von innen hui: Die Produktionsstätte der Kaffeerösterei J. Hornig in Graz benötigt dringend einen neuen Anstrich. Den hat die Produktverpackung mit der Übernahme durch Johannes Hornig vor fünf Jahren bereits bekommen – hier passen die inneren Werte zum äußeren Erscheinungsbild: Qualitätskaffee – den es bereits seit 1912 gibt – in schickem neuen Design. 

„Damals bei meinem Einstieg war klar, dass die Marke zwar bekannt ist, aber eine Vision und eine Strategie braucht, um eine gute Wachstumsstory hinzulegen. Dazu gehören ein klareres Image und ein neues Branding der Marke“, so der 30-jährige Unternehmenskopf.

Der Schnellere gewinnt

Das Unternehmen, das am schnellsten und flexibelsten am Markt reagieren kann, gewinnt. Nicht das größte. Das erklärt auch das Ziel der Strategie unter Hornigs Leitung: „J. Hornig soll die modernste Kaffeemarke werden.“ Deshalb hatte der Kaffee den neuen Anstrich in Sachen Verpackung und Image bitter nötig. 

„Zum Glück haben wir mit der Umstrukturierung und der damit verbundenen Corporate-Identity-Veränderung kein Minus bei unseren Stammkunden eingefahren, sondern haben sogar in einem Markt, der nur maximal ein bis zwei Prozent – je nach Kategorie – im Jahr wächst, in den letzten beiden Jahren jeweils um zehn Prozent an Umsatz zugelegt“, so Hornig.

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24.11.2016