Ausgabe 199, Management-Tipps

Philip Borckenstein von Quirini: Im Ring

Wie der junge Hoteldirektor Philip Borckenstein von Quirini mit seiner progressiven Personal­politik das Hotellerie-Business in Nord­deutschland auf den Kopf stellt.

Text: Marion Wolf     Fotos: Gerhard Eckardt

Philip Borckenstein von Quirini

Gegen die Personalnot

Im Feel-Good-Business Hotellerie geht es eher traditionell und äußerst gesittet zu, laut aufgetrumpft wird da selten – dieser Schein wird zumindest nach außen vermittelt. Und dann kommt ein junger Hotelier mit nicht einmal 40, macht den Mund auf und sagt, was Sache ist: Philip Borckenstein von Quirini, 37 Jahre alt, seit 2012 Hoteldirektor.

Anfang 2016 übernahm er als General Manager die Hotels der Franz-Bartels-Unternehmensgruppe, das Empire Riverside Hotel und dessen Schwesterhaus Hotel Hafen Hamburg: 280 Mitarbeiter, Auslastung knapp 90 Prozent, circa 50 Millionen Euro Umsatz und mit der Skyline-Bar 20up eine der bestlaufenden Bars Deutschlands. Doch Philip Borckenstein von Quirini sah sich direkt mit einem brisanten Thema konfrontiert: der Personalnot in den Köchepositionen. Aber anstatt im stillen Kämmerchen zu brüten, ging der Innovativ-Hotelier Mitte des Jahres in die Offensive. Öffentlich promotete er, dass er seinen Köchen weit mehr als den Tariflohn zahlt, und schrieb in den Jobinseraten zudem die Gehälter aus. Was in Österreich verpflichtend ist, wird in Deutschland nicht gerne rausposaunt. Was einzelne Kritiker schnell auf den Plan rief und das Revolverblatt Bild-Zeitung „Hotel-Chef wildert bei der Konkurrenz“ titeln ließ.

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24.11.2016