Ausgabe 202, START Arbeitgeber im Portrait und Events & Awards, Porträts

Eyal Shani – Mister Food Porn

Alle reden über Food Porn, Eyal Shani lebt ihn. Der israelische Charismatiker kombiniert das Beste aus dem Orient mit leichter Mittelmeerküche und erobert damit die Welt im Sturm.

Text: Georg Hoffelner     Fotos: Lisa Leutner, Claudio Martinuzzi

 

Der große Verführer 

Wäre Eyal Shani kein so erfolgreicher Koch, wäre er in seinem nächsten Leben vielleicht Philosoph. Der 58-Jährige hat in den letzten 20 Jahren mit dazu beigetragen, der israelischen Küche so etwas wie eine Seele einzuhauchen. Das Wiener Miznon, das Shani 2015 anstelle des Dombeisls eröffnet hat, ist nach drei Dependancen dieser Pita-Kette in Tel Aviv und einer in Paris sein fünftes. Daneben hat der israelische Gastronom und Masterchef-Juror noch weitere Lokale, insgesamt sind es nun neun. Für ein Treffen mit dem charismatischen Gesamtkunstwerk muss man viel Zeit mitbringen, dafür zieht einen der außergewöhnliche Künstler unmittelbar in seine aufregend verrückte Welt. Das Miznon ist ein unglaublich energetischer Ort. Spiegelt das auch Ihre eigene Persönlichkeit wider? 
Eyal Shani: Auf eine gewisse Art und Weise ist alles, was man erschaffen kann, man selbst. Man weiß doch über so vieles fast nichts, aber sich selbst sollte man doch kennen. Letztendlich geht es darum, etwas weiterzugeben und anderen Menschen Freude zu bereiten. Dazu zählen für mich aber nicht nur die Gäste, sondern vor allem auch die Crew. Wenn mein Team happy ist, bin es auch ich.

24.02.2017