Ausgabe 202, Porträts

Marco Barth: Sein eigener Brei

Jazz im Ohr und Regionales im Kochtopf: Marco Barth kocht im Restaurant Essig’s sein eigenes Süppchen. Was er gegen Süßes, aber für seine Oma übrig hat und wieso viele Köche den Brei definitiv nicht verderben.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Monika Reiter, beigestellt

Immer für einen Schmäh zu haben: Küchenchef Marco Barth

Kulinarische Experimente

„Linz ist keine kulinarische Badewanne“, erklärt Marco Barth, der 24-jährige Küchenchef im Restaurant Essig’s in der oberösterreichischen Hauptstadt, „aber wir – die jungen Gastronomen, Köche und Produzenten – sind hier.“ 

Also entschied er sich gemeinsam mit einem Branchenkollegen dazu, das Projekt „Fünf Köche und ihr Brei“ zu starten: Beim ersten Mal im Oktober 2016 standen auf Barths Einladung hin Philip Rachinger, Werner Traxler, Klaus Kobald und Lukas Nagele – alle Köche aus Oberösterreich – mit ihm gemeinsam am Herd im Restaurant muto in Linz und kochten für 25 Gäste: „Die Veranstaltung war schon ausverkauft, da hatten wir es noch nicht einmal auf Facebook gepostet. Ende Februar wurde das Event also wiederholt. Diesmal im Restaurant Essig’s mit 40 Gästen.“ Und mit Erfolg. 

Die Badewanne ist zwar lange nicht so vielfältig wie in anderen Regionen des Landes, aber sie füllt sich. Und die jungen Köche, die darin planschen, sorgen mit ihrer Liebe zu lukullischen Orgien richtig für Wirbel. Der Brei, den die fünf Köche auftischten, ist sicher kein einheitlicher: Jeder der fünf ist für jeweils zwei Gerichte zuständig.

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24.02.2017