Ausgabe 203, Porträts

Andoni Luis Aduriz: Verkanntes Genie?

Basken sind anders. Mugaritz ist anders. Und Andoni Luis Aduriz ist anders. So sehr, dass das Mugaritz die Gastronomie spaltet.

Text: Nina Wessely     Fotos: Claudio Martinuzzi, José Luis López de Zubiría/Mugaritz

Ein Wurmloch voller Kreativität

Das Mugaritz ist ein eigener Kosmos. Viele, die ihn sehen, ihn erleben, lässt er nicht mehr los. Andere kehren dieser Welt nach einem Besuch mit unverständlichem Kopfschütteln für immer den Rücken.

Doch die, die dieser Zauber in Bann nimmt, bleiben dieser so ganz anderen Gastronomiewelt treu. Einer Welt, die vorgibt, ein Restaurant zu sein, und doch so viel mehr ist. Mit dem Basken Andoni Luis Aduriz an vorderster Front. Ein Mann, der vorgibt, ein Koch zu sein, und doch viel mehr ein Philosoph und Vordenker unserer Zeit ist.

Man darf sich jetzt nicht vorstellen, dass das Mugaritz ein gastronomischer Tempel ist, in dem ausschließlich Hirnwichsen angesagt ist und seltsame Yin-Yang-Musik ertönt. Sanft gehauchte Gerichte und alles in Harmonie, hinter den sieben Bergen bei den 70 Mitarbeitern des 2-Sterne-Restaurants? Keineswegs.



HIER registrieren

15.03.2017