Ausgabe 204, Porträts, Management-Tipps

Curry 36: Urberliner Kult

Der Gastro-Unternehmer Lutz Michael Stenschke machte Curry 36 zur Marke und die Currywurst zu dem Statussymbol für Fast Food der deutschen Hauptstadt.

Text: Marion Wolf     Fotos: Helge O. Sommer, Pocha/Burwitz

Lutz Michael Stenschke, Curry 36

Currywurst – klassisch, ohne Blattgold

Bis zu den Sühring-Zwillingen in Bangkok, die mit ihrem Restaurant Sühring auf Platz 13 der Asia’s 50 Best Restaurants rangieren, hat es die legendäre Curry-36-Wurst in einer speziellen Interpretation geschafft. Und das, obwohl Lutz Michael Stenschke, Kopf und Gründer der Berliner Kultmarke, eigentlich von solchem Chichi nichts hält. „Es gab immer wieder Versuche, die Currywurst in den Adelsstand der gehobenen Gastronomie zu heben, was in der Vergangenheit nie von Erfolg gekrönt war. Die Leute wollen sie eigentlich immer auf dem Pappteller – ganz normal, ohne Blattgold.“ Egal, ob mit oder ohne Darm, die Deutschen lieben ihre Currywurst. 800 Millionen davon sollen sie jedes Jahr verputzen und die Berliner allein 70 Millionen, so zumindest eine Statistik des Deutschen Currywurst Museums in der Spreemetropole. Wo sonst?!

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06.04.2017