Ausgabe 204, Porträts, Management-Tipps

Die 25hours Hotels greifen global an

Accor paktiert mit den 25hours Hotels und die gesamte Branche steht Kopf. Wie der 25-Stunden-CEO Christoph Hoffmann durch diese Liaison die weltweite Entwicklung der Marke vorantreiben will.

Text: Georg Hoffelner     Fotos: Monika Reiter, 25hours Hotels

Expansion mit Plan 

Beim Gespräch mit Christoph Hoffmann drängt mächtig die Zeit, denn der Hotelier des Jahres 2017 ist schon wieder auf dem Sprung. Die nächsten Destinationen: Bangkok und dann Sydney. Im Auftrag von Accor, denn Hoffman hat mit seinem Baby in den kommenden Jahren viel vor. Die im Jahr 2005 gegründete 25hours Hotel Company betreibt derzeit sieben Hotels in Wien, Hamburg, Frankfurt, Berlin und Zürich. Fünf weitere Häuser eröffnen in den nächsten zwei Jahren in Zürich, München, Köln, Düsseldorf und Paris. An einer Expansion ins europäische Ausland wird seit einiger Zeit gearbeitet, mit Accor als Partner rücken nun also auch Langstrecken-Destinationen in den Fokus

Zum Erstaunen vieler in der Branche habt ihr euch mit Accor verheiratet. Warum? 
Christoph Hoffmann: Diese Liaison hat vorrangig den Grund, dass wir die globalen Strukturen von Accor sehr gut nutzen können. Der Fokus liegt hauptsächlich auf Expansion. Darum bin ich jetzt dann noch mehr unterwegs, um mir eben auch mögliche Standorte in Singapur, Bangkok oder auch Sydney anzusehen. 

Wie wollt ihr denn das zukünftig alles unter einen Hut bekommen? Ihr seid doch bekannt für die Liebe zum Detail, ist das dann auch noch umsetzbar? 
Hoffmann: Das gilt es jetzt für mich herauszufinden. Was bedeuten diese neue Möglichkeiten? Was ist überhaupt machbar? 

Und ihr seid dann auch ganz normal über die Accor-Online-Plattformen zu buchen? 
Hoffmann: Genau. Neben dem Thema Development, das unser vorrangiger Beweggrund war, diese Partnerschaft einzugehen, hatten wir auch noch einen weiteren wichtigen Antrieb: Distribution. Accor ist nämlich meiner Meinung nach, wenn es um Distribution geht, einer der Blueprints, also absoluter Vorreiter. Daher erhoffen wir uns mittelfristig sehr viel. Wir sind jetzt auch schon dabei, unsere Systeme daraufhin auszurichten, dass wir uns in zwei Schritten an die Distributionskanäle anschließen können. Aktuell sind wir in Phase eins, wo wir an das Accor-Loyalty-Programm andocken, in den nächsten 18 Monaten werden wir unser System so umgestellt haben, das es einen hoffentlich nahtlosen Übergang geben wird. 

Ihr erhofft euch dadurch also schon eine noch bessere Auslastung? 
Hoffmann: Auf jeden Fall. Davon gehen wir aus. Zumindest eine noch bessere Rendite. Und wir können neue Märkte erschließen. Es gibt bei uns Gott sei Dank einige Hotels bei denen wir an die Auslastungsgrenzen stoßen, aber das ist ja noch nicht überall so. Wenn man etwa Frankfurt oder Zürich als stark geprägten Corporate-Markt nimmt, ist da natürlich die Auslastung noch nicht so hoch wie in Berlin, wo wir bei über 90 Prozent liegen. Da haben wir eher den unteren 80er-Prozent-Bereich, also durchaus noch einiges an Potenzial.

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06.04.2017