Ausgabe 206, Kolumne

Auf ein Wort: Marc Bonsmann

Der Country Manager D/A/CH von Koppert Cress Marc Bonsmann über die Unverfrorenheit mancher Gastronomen, die glauben, mit schlechten Produkten und miesem Konzept, Geld machen zu können.

Fotos: Monika Reiter

Gastronomen sind schon ein Volk für sich, stelle ich immer wieder fest. Es gibt viele, die kreativ, innovativ und mit Begeisterung ihrem Beruf beziehungsweise ihrer Berufung nachgehen. 

Es ist immer wieder ein Vergnügen, bei dieser Art von Gastronomen Gast sein zu dürfen, doch dann gibt es da noch so viele, die scheinbar immer noch nicht verstanden haben, dass billigste Qualität nichts mit guter Gastlichkeit zu tun hat. Aus Scheiße kann man nun mal kein Gold machen! Sorry, dass ich hier so vulgär spreche, aber es macht mich wahnsinnig traurig – ja sogar wütend –, wenn ich so eine Erfahrung mache.

Country Manager D/A/CH von Koppert Cress Marc Bonsmann

Auf meinen vielen beruflichen Reisen quer durch Europa sehe ich eine Menge Restaurants mit den unterschiedlichsten Konzepten – oder eben auch fehlenden Konzepten. Woher stammt dieser Irrglaube, dass man in der Gastronomie leicht Geld verdienen kann? 

So jedenfalls kommt es mir in manchen Restaurants vor. Schnell ein paar Tische und Stühle hingestellt, eine Speise- und Getränkekarte zusammengewürfelt, ein bisschen Personal eingestellt und los geht’s ... Da kann ich immer wieder nur mit dem Kopf schütteln und mich vor denjenigen verneigen, die ihren Beruf mehr als Ernst nehmen und immer wieder für Highlights sorgen. 

Welche Ursache ist verantwortlich für diese Situation? Ist es das fehlende Wissen, sprich die Aus- und Weiterbildung, oder wird den Gastronomen die Zubereitung von Speisen als eine einfache Sache angepriesen? Bei der (fehlenden) Bildung liegt ein Großteil des Übels.

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18.05.2017