Ausgabe 206, F&B Know-how

Wie schmeckt eigentlich Salak?

Die Salak überzeugt kulinarisch mit einem aromatischen Mix aus Erdbeere und Ananas. Wie man die Palmenfrucht perfekt inszeniert, erfährt ihr hier.

Fotos: Claudio Martinuzzi

Schöne Geschmacksvielfalt

Die rotbraune Palmenfrucht mit asiatischem Ursprung ist nicht nur umwerfend sexy, nein, sie hat es auch faust­dick hinter den Blättern. Wie es sich für eine Dame mit Stil gehört, verführt sie zuerst ihre neugierigen Verehrer mit ihrem betörenden Farbenspiel und lässt sie dann buchstäblich an ihrer Schale die Zähne ausbeissen.

Nicht ohne Grund wird die Salak bei uns auch Schlangenfrucht genannt. Feine, lange Haare und eine beschuppte Hülse schützen das leckere Fruchtfleisch vor hungrigen Passanten. Wer sich aber wirklich um die schöne Salak bemüht, wird mit einer waschechten Geschmacksexplosion belohnt.

Die Salak überzeugt kulinarisch mit einem aromatischen Mix aus Erdbeere und Ananas.

Um der widerspenstigen Schlangenfrucht an die Wäsche zu gehen, wird am besten auf die Spitze der Frucht gedrückt und dann einfach die Schale von oben nach unten abgezogen.

Das beigefarbene Fruchtfleisch erinnert mit seinen süßsauren Aromen an eine Kombination aus Erdbeere und Ananas. Die Kerne im Inneren sollten vor dem Verzehr entfernt werden, da sie bitter schmecken.

Findige Indonesier kochen die ungenießbaren Kerne übrigens in Salzwasser auf und servieren diese als kleinen Snack. Von der Textur her überrascht das Fruchtfleisch mit einer knackigen Textur ähnlich der eines Apfels.

Wie die meisten exotischen Früchte schmeckt auch die Salak am besten direkt vom Baum geerntet. Heimisch ist die rote Leckerei auf den indonesischen Inseln Sumatra und Java, dort wächst sie das ganze Jahr über.

In unseren Breitengraden bekommt man die Salak nur selten (beispielsweise über R&S Gourmet Express). Mit ihrer Geschmacksvielfalt eignet sich die rote Schlangenfrucht perfekt für jeden exotischen Obstsalat. Aber auch in Desserts wie Vanilleglace oder als Extra-Kick im Kuchen weiß die indonesische Köstlichkeit zu überzeugen.

Ob die Salak reif ist, verrät ihre Schale. Denn erst wenn diese einfärbig rot und glänzend ist, hat sie ihren kulinarischen Zenit erreicht. In puncto Lagerung hält man sich am besten an das Motto „Je früher desto besser“ und bewahrt die Salak bis zum Verzehr im Kühlschrank auf.

18.05.2017