Ausgabe 207

Arbeiten auf den Malediven

Willkommen im Paradies auf Erden: Für Entspannungssuchende, Freizeithedonisten und Taucher ist der Inselstaat mit über 1100 Inseln ein Muss. Was aber neben unendlicher Einsamkeit noch auf Expats zukommt, gibt’s hier im großen Inselcheck.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Ryan Murray Photo, Sakis Papadopoulos, beigestellt, Baros Maldives, Cat Vinton, Peter Marshall, www.zippophotos.com, Adam Bruzzone, Fabrizzio Nannini, Shutterstock

Im Paradies, um zu arbeiten Was für Urlauber eine Flucht aus dem grauen Alltag bedeutet, ist für Expats harte Arbeit – dafür aber im Paradies. Von den 1196 Inseln werden 220 von Einheimischen bewohnt, auf 87 Inseln werden jährlich über 1,2 Millionen Touristen begrüßt.

Wie es sich auf den Malediven lebt und arbeitet, weiß Renato W. Chizzola. Der Österreicher und General Manager des Luxusresorts Cheval Blanc Randheli lebt seit 2012 auf den Malediven.

Kristallklares Wasser, weißer Sandstrand, beeindruckende Atolle: Für die meisten sind die Malediven das Urlaubsparadies. Als Expat muss man sich aber auch im Klaren darüber sein, dass ein Inselleben sicher auch anstregend sein kann. „Die Infrastruktur ist nicht gut, man lebt mitten im Nirgendwo und die Resorts haben je nach Größe nur kleine Bereiche für Mitarbeiter“, erklärt Renato W. Chizzola.

Er lebt seit 2012 auf den Malediven und kennt das Gefühl der Abgeschiedenheit sehr gut. „Es ist sehr harte Arbeit und in der Freizeit gibt es nur wenige Möglichkeiten, dafür lebt  man im Paradies. Das habe ich mir schon in den 90er-Jahren gedacht, als ich zum ersten Mal mit dem Schiff, auf dem ich arbeitete, anlegte.“

Schon damals entschied sich der heute als General Manager arbeitende Österreicher dafür, einmal hier leben zu wollen. Die Chancen, einen Job auf den 87 touristisch genutzten Inseln zu bekommen, stehen sehr gut: Die Branche wächst stetig und die Bewerberzahlen sind gering...

07.06.2017