Ausgabe 207, Konzepte & Openings, Porträts

Basil & Mars: Das Kreativteam

Volle Power: Mit dem Basil & Mars bringt das ungleiche Gastro-­Duo ­Joachim Mars und ­Martin Lohr zusammen mit Küchenchef Artur Celuch ­frischen Wind an das Hamburger Alsterufer.

Text: Bernhard Leitner     Fotos: Claudio Martinuzzi, Basil & Mars

Das geschäftige Treiben am Alsterglacis mitsamt dem Bahndamm aus sicherer Entfernung durch eine großzügige Glasfront zu genießen, während man sich durch ausgewählte internationale Gerichte schlemmt – klingt ein wenig nach einem gewagten und gewöhnungsbedürftigen Konzept. Doch wer schon mal im Basil & Mars am Hamburger Alsterufer diniert hat, weiß um die beruhigende Aura, die das Gewusel von Menschen, Autos und S-Bahnen vor der Haustür ausstrahlt.

Das stilvolle Interieur überzeugt durch viele liebevoll zusammengetragene Elemente und schafft eine ruhige, gemütliche Atmosphäre, die einen gelungenen Kontrast zur Hektik draußen schafft. Über der langen Bar steht in Neonbuchstaben der Spruch „This might all be gone tomorrow“. Ein Satz, dessen Bedeutung bereits dem einen oder anderen Restaurantkritiker Kopfzerbrechen bereitet hat.

Darauf angesprochen, lüften die beiden gerne das sagenumwobene Geheimnis: „Wir haben den bei einer Kunstgalerie erstanden und fanden den Spruch ‚Morgen könnte alles vorbei sein‘ über der Bar ganz lustig. Außerdem hat er vom Platz her perfekt dorthingepasst“, schmunzeln die Hausherren. Die Masterminds hinter dem noch jungen Restaurantkonzept sind Joachim Mars und Martin Lohr – ein Gastro-Duo, das unterschiedlicher kaum sein könnte.

Der eine, Joachim Mars, ist seit vielen Jahren im Geschäft und längst nicht mehr aus der Hamburger Gas­troszene wegzudenken. Mit der Marsbar oder dem Kaufrausch in Eppendorf bewies Mars schon in der Vergangenheit viel unternehmerisches Fingerspitzengefühl. Der andere, Martin Lohr, ist Branchen-Quereinsteiger und hat eigentlich seine Wurzeln im Marketing-Bereich.

Trotzdem oder vielleicht sogar weil die beiden einen völlig anderen Zugang zur Gastronomie haben, verbindet das ungewöhnliche Duo eine starke Symbiose. „Wir vereinen die Blickwinkel des Gasts und des Gastronomen und daraus versuchen wir, die beste Synthese zu machen. Da gibt’s natürlich öfter grundverschiedene Betrachtungsweisen, aber wir harmonieren meistens wunderbar.“

HIER registrieren

07.06.2017