Ausgabe 208, F&B Know-how

Red Bulls next big Thing?

Red Bull hat die Geschwister von Organics by Red Bull Simply Cola auf den Markt gebracht. Tresenkapazunder Raphael Kosubek prüfte die neue Linie auf Herz und Nieren.

Text: Daniela Almer     Fotos: Claudio Martinuzzi

Natürlich im Trend?

Gefühlt tausend Limonaden sind bereits am Markt. Wodurch unterscheiden sich nun die neuen Bio-Erfrischungsgetränke Organics by Red Bull von den anderen? Wir haben einen gefragt, der es wissen muss: den Creative Head der Aiola-Bar- und Getränkekonzepte, Raphael Kosubek.

Raphael Kosubek, Creative Head der Aiola-Bar- und Getränkekonzepte

Man könnte glauben, dass der Markt mit Erfrischungsgetränken gesättigt ist. Welche Daseinsberechtigung hat da die neue Biolinie Organcis by Red Bull?
Raphael Kosubek: Der Trend geht ja schon länger in Richtung alkoholfrei. Dabei suchen die Gäste gesunde Alternativen für den Körper, die erfrischend sind und ohne künstliche Aromen, Farb- und Konservierungsstoffe auskommen. Aber trotzdem sollen die Getränke auch einem gewissen Lifestyle entsprechen. Man sieht das auch in unseren Betrieben: Viele Kunden sind zum Beispiel Autofahrer, wollen aber auf den Kick cooler Drinks nicht verzichten, die eben auch „natürlich“ sind. Und da sehe ich bei der Organics-Reihe Potenzial, um diesen Wünschen zu entsprechen.

Das heißt, die Organics-Reihe bietet sich als alkoholfreie Alternative für den Abend an?
Kosubek: Nicht nur, sondern auch als Tagesbegleitung. Gemixt mit allen möglichen Zutaten liegen sie durch die Biolinie am Puls der Zeit, pur können sie auch überzeugen. Wenn man zum Beispiel als Erstes Simply Cola hernimmt: Es ist sehr erfrischend, mit einer Ingwer- und Limetten-Note. Man kann es daher gut mit Komponenten mixen, die etwas Schärfe zeigen, wie zum Beispiel mit Zitronengras oder Ingwer. Eben durch Customizen seinen eigenen Signaturedrink kreieren.

Was sagt dein Expertengaumen zum Tonic Water?
Kosubek: Es ist herb, ein wenig bitter. Das würde ich mit Zitronenmelisse, frischer Minze und vielleicht sogar mit einer säuerlich schmeckenden Frucht wie Maracuja oder Ribisel pimpen. Eine weitere Kombination: mit Rosenblüten oder mit Kamillentee oder -sirup. Aber das Tonic Water lässt sich auch gut mit Him- oder Erbeeren oder mit Rhabarber mischen, um bei Wunsch eine gewisse Süße reinzubringen. Auch der optische Eindruck darf nicht unterschätzt werden. Das gefällt mir am Organics Ginger Ale. Sein Goldton macht sich sicher in vielen Drinks zum Aufgießen gut. Sein würzig-herber Geschmack würde mit Früchten wie der Physalis oder einer Melone super harmonieren. Oder mit selbst angesetzten Kräuterlikören aus Thymian oder Rosmarin.

Und last, but not least: Wofür eignet sich das Organics Bitter Lemon?
Kosubek: Generell lässt sich Bitter Lemon gut mit Kräutern wie Minze oder frischen Holunderblüten mixen. Mit dem Organics Bitter Lemon würde ich mich als alkohol­freie Kreation für eine Kombination mit frischen Tannenwipfeln aus dem Wald entscheiden. Gemischt mit den Ölen aus Grapefruitzesten und frischem Limettensaft, kann man sich an seinen persönlichen Geschmack rantasten. Wir in der Gastro­szene schätzen Produkte, die „ehrlich“ sind. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass das Organics Bitter Lemon verstärkt mit frischen Aromen Trend-Potenzial hat.

Nach der Probe aufs Exempel: Welche Marktchancen hat die Organics-Reihe?
Kosubek: Für mich liegt der große Unterschied zu anderen Erfrischungsgetränken am Markt darin, dass es Biozertifiziert ist und der gesundheitliche Aspekt im Fokus steht. Diese Nische trifft den Nerv der Zeit.

www.organicsbyredbull.com

29.06.2017