Ausgabe 209, START PreBottom 3er, F&B Know-how

Wie schmeckt eigentlich ... Floregano?

Diese gelblich grüne Blüte ist mehr als nur hübsch anzusehen: In ihr steckt eine außergewöhnliche Geschmacksvielfalt.

Fotos: Claudio Martinuzzi

Würzige Blütenpracht

Dass Dinge zu schnell nach ihrem Äußeren beurteilt werden, davon könnte diese gelblich grüne Blüte vermutlich viele Geschichten erzählen. Denn sie ist nicht nur schön anzusehen, es steckt auch etwas in ihr, was man vielleicht nicht erwarten würde. Dieses Etwas ist ein sommerlich frischer Geschmack der Blütenblätter, der die Experimentierfreudigen unter uns in der Küche zu wahren Geschmacksexplosionen inspirieren kann.

Wie schmeckt eigentlich ... Floregano?

Die essbare Blüte mit einem Namen, der bei nicht genauem Hinhören leicht mit dem allseits bekannten Oregano verwechselt werden könnte, macht nämlich genau diesem ordentlich Konkurrenz. Ähnlich wie das bekannte Gewürz, das in so gut wie jeder Küche zu finden ist, schmeckt Floregano mild-pikant und setzt mit seinem frischen Aroma das i-Tüpfelchen auf viele Gerichte.

Floregano ist sowohl wegen des Geschmacks als auch wegen der dekorativen Wirkung vielseitig einsetzbar und kann ein außergewöhnliches Detail zahlreicher kulinarischer Kreationen sein. Für die mediterrane und orientalische Küche ist es eine tolle Ergänzung zu bekannten Gewürzen wie Rosmarin, Basilikum und Co., die in jedem Küchenregal stehen. Die Blüte passt sehr gut zu Gemüse wie Paprika, Tomate oder Zucchini. Aber auch zu Fleischgerichten, vor allen zu Lamm, macht sie sich hervorragend.

Floregano stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und erlebt zurzeit eine Renaissance als dekorative und zugleich geschmacksintensive Zutat in der Küche. Erkennungszeichen der Blüte sind ihr Duft nach frischem Oregano und ihre zarte Färbung in einer Mischung aus pastelligem Gelb und Grün mit leichten rosa Akzenten. Erhältlich ist diese etwas andere Form von Gewürz online, bei Koppert Cress ist sie zum Beispiel ganzjährig verfügbar.

Floregano ist bei einer Temperatur von zwei bis sieben Grad Celsius bis zu sieben Tage haltbar. Durch den biologischen Anbau und die Verwendung von natürlichen Pflanzenschutzmitteln entspricht die Blüte den Ansprüchen herkömmlicher Lebensmittel und kann daher bedenkenlos in der modernen Küche verwendet werden.

20.07.2017