Ausgabe 210

Hans-Peter Wodarz: Der Manegen-Visionär

Vom Pagen zum Paten des guten Geschmacks. So lässt sich die Karriere des Mannes zusammenfassen, den alle nur HPW nennen. Hans-Peter Wodarz ist der Erfinder der deutschen Erlebnisgastronomie. Seit Jahren fährt er mit dem Palazzo Berlin Besucherrekorde ein.

Text: Marion Wolf     Fotos: Helge O. Sommer, Hans-Peter Wodarz, Berlin

Kulinarischer Tausendsassa

Schon Anfang der 80er-Jahre merkte HPW, der Grandseigneur der deutschen Gas­tronomie, dass ihm „nur kochen“ nicht genug ist. Da hatte Hans-Peter Wodarz seine erste Karriere schon hinter sich. Eine Karriere, die für andere bereits das ultimative Ziel ihrer Träume dargestellt hätte: Chef de Partie unter Jahrhundertkoch Eckart Witzigmann im Münchner Sternerestaurant Tantris, der in ihm einen „sicheren Fels in der Brandung“ sah, anschließend erkochte sich Wodarz mit seinem ersten eigenen Restaurant, Ente im Lehel, selbst einen Michelin-Stern.

„1975 hatte ich mich selbständig gemacht. Wir waren damals so eine kulinarische Viererbande in München: Otto Koch, Eckart Witzigmann, Dieter Wiesler, der war Küchenchef im Vier Jahreszeiten, und ich“, beschreibt der heute 69-Jährige die spannende Zeit, als die französischen Einflüsse nach Deutschland schwappten. „Wir sind dann nachts immer nach Paris auf den Großmarkt gefahren, weil es viele Dinge in Deutschland noch nicht gab. Wir haben da Crème fraîche, Mittelmeerfische, Foie gras und frische Kräuter reingeholt.“

Vom Promi-Hotspot zum Verzehr-Theater 

Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich Die Ente im Lehel, die schnell alle nur noch „die Ente“ nannten, als Promi-Hotspot der bayerischen Hauptstadt. So öffnete sich für HPW die Tür zu einer neuen Welt und das legte die Basis für seinen späteren Erfolg als Event-Gastronom.

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10.08.2017