Ausgabe 212, Porträts

Nick Bril: Food is his religion

Nick Bril ist im The Jane als Messias auferstanden und kocht sich seitdem in die Herzen seiner Jünger. Bei den CHEFDAYS verblüffte er das Publikum mit durchdachten und äußerst kreativen Kompositionen.

Text: Georg Hoffelner     Fotos: Helge O. Sommer

Nick Brils Location alleine ist ja schon anbetungswürdig: eine Fine-Dining-Bude in der Kapelle eines Militärkrankenhauses in Antwerpen. Umso gespannter warteten seine Jünger darauf, was ihnen der Hohepriester denn bei seiner Cooking Demonstration predigen würde. Zurzeit ist er sehr umtriebig und versucht, sich und sein Restaurant The Jane so viel wie nur irgendwie möglich mit anderen Projekten und Menschen zu verknüpfen. 

Denn was will jeder am Ende des Tages? Ein volles Haus und zufriedene Gäste. Dafür reicht es laut Bril nicht mehr, als Koch im klassischen Sinn hinter dem Herd zu stehen, sondern man muss auf allen Ebenen präsent sein. Ob in den sozialen Netzwerken, auf Events oder auch bei TV-Auftritten. 

Sein erstes Gericht auf der CHEFDAYS-Bühne setzt sich aus einer Langustine und Auster zusammen. Dieser Gang wird kalt serviert und ist ein sehr frischer Auftakt. Beide Meerestiere werden roh verarbeitet und à la minute mariniert. Die Auster verarbeitet er als Emulsion und dazu gibt es eine in ein Dashi eingelegte Wassermelone. Das bringt eine gewisse Salzigkeit, denn bei Früchten ist laut Bril die Gefahr gegeben, dass sie ein Gericht zu süß werden lassen.

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21.09.2017