Ausgabe 212, Porträts

Ryan Clift: Mister Perfect

Kaum ein anderer Koch betreibt für seine Gerichte so viel Aufwand wie der Brite Ryan Clift. Bei den CHEFDAYS ließ sich der Molekulargott in die Karten blicken.

Text: Bernhard Leitner     Fotos: Helge O. Sommer

Nur das Beste

Seine klassisch kitschige Karriere vom Tellerwäscher zum Starkoch startete Ryan Clift im zarten Alter von 14 Jahren. Damals wollte der rebellische Senkrechtstarter lediglich sein Taschengeld ein wenig aufbessern. Doch einmal Feuer gefangen, ließ den Kulinarik-Junkie das Kochen nicht mehr los.

Ryan Clift: Mister Perfect

Rang 31 der 50-Best-Restaurants-Liste: Ryan Clift und sein Restaurant Tippling Club.

Es folgten namhafte Stationen bei Küchen-Koryphäen wie Peter Gordon, Emmanuel Renaut, Shannon Bennett oder Raymond Capaldi. Seit 2008 sorgt Clift mit seinem Tippling Club in Singapur selbst für Furore und lässt mit avantgardistischen Kreationen und gewagten Cocktailpairings die Herzen seiner Gäste schneller schlagen.

Das gastronomische Enfant terrible ist auch Dauergast in der Liste der 50 Best Restaurants und liegt 2016 auf Rang 31. Im zweiten Stock seines Restaurants in der asiatischen Metropole befindet sich seine sagenumwobene Test Kitchen, in der sich der britische Herdvirtuose irgendwo gefangen zwischen Molekular- und klassischer französischer Küche nach Herzenslust austoben kann.

Ausgetobt hat sich Ryan Clift natürlich auf bei seiner Cooking Demonstration auf der Hauptbühne der CHEFDAYS Germany. Wie ein aufgezogenes Duracell-Häschen fegte der gebürtige Brite über die Stage und steckte das Publikum mit seiner Euphorie regelecht an. Im Gepäck hat der Ausnahmekoch ein Signature Dish aus dem Trippling Club.

Detail am Rande: Auf altmodischen Firlefanz wie Salz und Pfeffer verzichtet Clift und versucht, diese Komponenten über andere Zutaten zu kompensieren.

HIER registrieren

21.09.2017