Ausgabe 213, Porträts, Konzepte & Openings

Zwei Kitchen Guerillas stürmen Ecuador

Die wagemutigen Koral und Onur Elci erforschen Ecuador und zeigen sich nicht nur von Armadillos, sondern vor allem von der kulinarischen Vielfalt begeistert.

Text: Georg Hoffelner     Fotos: Seren Dal, Shutterstock

Die beiden Brüder Koral und Onur Elci sind rastlose Foodlover mit immer neuen Plänen. Sie haben sich in den letzten Jahren als Kitchen Guerillas über die Grenzen Hamburgs hinaus einen Namen gemacht und könnten mittlerweile als kulinarische Indiana Jones durchgehen. Denn während die dynamischen Brüder an einem Focacceria-Imperium basteln, lukullische Guerilla-Aktionen starten oder Gastronomen als Consultants beraten, finden sie auch noch Zeit, bei kulinarischen Reisen in neue Geschmackswelten einzutauchen.

Schon lange auf dem Plan der beiden Genussbrüder stand Ecuador. Die Lage direkt am Äquator und die Topografie des Landes machen Ecuador nämlich zu einem Paradies einzigartiger Lebensmittel. In fast allen Gerichten spiegelt sich auch der kulturelle Hintergrund wider – hier treffen indigene Traditionen und europäische Einflüsse aufeinander. 

Und wie das Leben manchmal so spielt, kam eines Tages doch tatsächlich das Institut für Export- und Investitionsförderung Pro Ecuador auf die Kitchen Guerillas zu, ob die mobile Kücheneinheit denn nicht eine Ecuador-Reise für eine vielfältige Contentproduktion plus Event machen wolle. Und da die abenteuerlustigen Elci-Brüder für solche Aufgaben geradezu geboren wurden, musste nicht erst lange überlegt werden. 

Indigene Herzlichkeit Bei den Kitchen Guerillas geht es bei solchen Trips ja nie nur rein um das Essen oder die Produkte, sondern vor allem auch um die soziale Komponente: Wer steckt dahinter? Wie arbeiten die Menschen? Welche Arbeitsbedingungen herrschen vor? Wie nachhaltig wird produziert? „Und ich war gleich von der ersten Sekunde an verliebt in dieses Land. Wow, sind das freundliche Menschen“, schwärmt Koral Elci von den zwischenmenschlichen Begegnungen am südamerikanischen Äquator.

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12.10.2017