Ausgabe 213, Porträts

KP Kofler: Gentleman Caterer

Herkömmliches Catering war gestern. Mit seinem Gespür für Zeitgeist hat KP Kofler das Geschäft auf ein neues Niveau gehoben. Wie Kofler & Kompanie zu der Macht am Markt wurde und wo neues Potenzial liegt.

Text: Marion Wolf     Fotos: Andreas Alexander Bohlender, Paul Winch-furness, White Rabbit Fund / Kricket, Amanda Nikolic

Ob VIP-Catering für über 200.000 Gäste bei der WM in Brasilien, eine gigantische Hochzeit in London mit Soufflé für 650 Personen oder das Essen für den Bundespäsidenten mit 3000 Gästen in nur eineinhalb Stunden. Der Mann, den alle nur KP Kofler nennen, liebt die sportliche Herausforderung. 

Auch weil sie in seiner Zeit als Reitprofi in den 80er-Jahren ein entscheidender Teil seines Lebens war. Genau diese Challenge sucht der 53-Jährige aktuell wieder mit dem Einstieg in den Londoner Markt, den er das Silicon Valley für Food in Europa nennt. „Hier ist Champions League in allem. Das meiste Geld, das meiste Talent, aber auch der größte Wettbewerb und man muss verdammt gut sein.“

Doch London ist auch ein riskantes Pflaster, bisher konnten nicht viele Deutsche in der britischen Hauptstadtgastronomie erfolgreich Fuß fassen.

Paradebeispiel bleibt Rainer Becker mit seinen zuma- und roca-Restaurants. Doch KP Kofler, der CEO von Kofler & Kompanie, der in Deutschland weitgehend für sein Catering und Eventcatering bekannt ist, hat jenseits des Ärmelkanals primär ein anderes Marktsegment im Blick: Fresh Casual Restaurants. Seit Jahren hat Kofler, der London neben Berlin als seine Zweitheimat auserkoren hat, die Stadt an der Themse als Experimentierfeld der Gastrobranche im Blick.

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12.10.2017