Ausgabe 214

Junge im Glück

Nimmt sich kein Blatt vor den Mund: Der Peter-Pane-Burgergrills-Gründer Patrick Junge im Interview über den Burger-Krieg mit Hans im Glück, seine erfolgreiche Expansion und sein alter ego Peter Pan.

Text: Daniela Almer     Fotos: Claudio Martinuzzi, Peter Pane

Gestatten: Peter Pan(e).

Patrick Junge war mit zwölf Filialen in Norddeutschland der erfolgreichste Franchisenehmer der Burgerkette Hans im Glück. Dem Zerwürfnis mit Hans-im-Glück-Gründer Thomas Hirschberger folgten im November 2015 der geschäftliche Cut und ein bis heute andauernder Rechtsstreit – die beiden Parteien verklagten sich gegenseitig. Patrick Junge gründete 2016 seine Peter-Pane-Burgergrills, mit denen er schwer auf Expansionskurs ist, und 2017 sein Hotdog-Konzept Hook Dogs. Im Interview mit uns zieht Junge schonungslos offen Bilanz. Ihre erfolgreiche Etablierung der Peter-Pane-Burgergrills und die Eröffnung der Hook-Dogs-Restaurants waren in der Öffentlichkeit von den Gerichtstreits mit Ihrem ehemaligen Franchisegeber, der Burgerkette Hans im Glück, überschattet. Wie sehr nervt Sie das? 
Patrick Junge: Wir stehen mit vielen Dingen, die wir machen, im Fokus. Gerade haben wir bei der Test BILD gewonnen, sind Nummer eins geworden in der Kategorie „Full Service“. Da waren elf Konzepte im Test, unter anderem Block House, Hard Rock Cafe und Hans im Glück. Aktuell haben wir zum Beispiel auch eine Kooperation mit der Schauspielerin Janina Uhse, mit der wir einen neuen Burger entwickelt haben. Ich will damit sagen, dass das tolle Meldungen sind – da gibt’s ja noch viele andere in dieser Richtung –, die sich mit uns beschäftigen und mit dem, was wir operativ machen. Die Rechtssache mit Hans im Glück, die noch bis 7. November anhänglich ist, spielt für uns im Tagesgeschäft ehrlich gesagt keine Rolle. Wenn dazu noch vereinzelt Meldungen kommen, nehmen das unsere Gäste nicht wahr. Insofern bin ich davon auch nicht mehr genervt.

03.11.2017