Ausgabe 218, Porträts

Interview: Gestatten, Karlheinz Hauser.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Das ist die Devise des Multigastronomen Karlheinz Hauser. Ein Einblick in das Leben des Mannes, der sich mit Halbherzigkeit nicht zufrieden gibt.

Text: Kathrin Löffel     Fotos: Claudio Martinuzzi, Hotel Adlon Kempinski, 2009 Copyright J. Brettschneider, beigestellt

Mehr ist immer besser

So oder so ähnlich könnte man Karlheinz Hauser und sein Imperium ganz gut beschreiben. Aber in einem Satz ist das Schaffen des Wahl-Hamburgers nicht wirklich treffend zusammenzufassen. Denn der Multigastronom ist ein Tausendsassa, wie er im Buche steht. Seit 15 Jahren hat Karlheinz Hauser – Kurz KHH – den Süllberg gepachtet. 

Der Patron und Betreiber des gesamten Anwesens im Blankeneser Treppenviertel inklusive Gourmetcatering, 2-Sterne-Restaurant und 5-Sterne-Hotel. Hauser verrät im Interview die Highlights seiner Karriere, plaudert über das neueste Konzept Poké You sowie über die Geheimniskrämerei beim Staatsbankett.

Ein Highlight Ihrer Karriere war das Catering für den G20-Gipfel im Sommer 2017. Wie kam es dazu? 
Karlheinz Hauser: Es gab zuerst eine Ausschreibung für das Catering der Messe mit 1800 Personen über mehrere Tage. Das haben wir nach unserer Bewerbung auch bekommen. Ein, zwei Monate vor dem Gipfel kam dann auch die Anfrage für das Bankett der Staatschefs mit 60 Personen und allem, was Rang und Namen hat – Angela Merkel, Donald Trump, Wladimir Putin und so weiter. Es war aber nicht das erste Mal, dass ich für Donald Trump gearbeitet habe. Bereits von 2004 bis 2006 war ich kulinarischer Berater für Trumps Privatklub Mar-a-Lago in Palm Beach in Florida. Ich habe insgesamt schon für vier amerikanische Präsidenten gekocht.

Wie viel Umsatz machen Sie mit dem Gourmetcatering? 
Hauser: Mit unseren 250 bis 300 Events – von groß bis klein – sind es rund 2,5 bis drei Millionen Euro im Jahr. Insgesamt erreichen alle Teilbereiche circa zehn bis zwölf Millionen Euro Umsatz pro Jahr. 

War das damals schon der Plan, als Sie im Schwarzwald im Restaurant und Hotel Lindenhof Ihre Ausbildung gemacht haben? 
Hauser: Nein. Aber das Ziel war es immer, etwas zu bewegen. Es wächst sehr organisch, darauf haben wir es aber auch ausgelegt. Der Erfolg über die Auszeichnung ist da natürlich toll, aber am Ende des Tages geht es darum, die Gäste zufriedenzustellen. Außerdem möchte ich einen interessanten Arbeitsplatz für junge Leute bieten. Mit vielen Möglichkeiten durch die einzelnen Konzepte – von der Almhütte, den Events bis zur Hotellerie und dem Sternerestaurant.

HIER registrieren

23.02.2018