Ausgabe 219, Porträts

Marco Franzelin: Es lebe die Rebe

Vom schlechten Schüler zum Sommelier des Jahres: Marco Franzelin über seine lieblingsgäste im Vendôme, seine Trikotsammlung und Tetrapak-wein.

Text: Sissy Rabl     Fotos: Monika Reiter

Man muss kein professioneller Detektiv sein, um Marco Franzelins Beruf zu erraten. Aber versuchen wir es trotzdem! Ein erstes Indiz liefern wie immer die sozialen Medien: Auf seiner Facebook-Seite geht es nur um zwei Dinge – Fußball und Wein. Kleiner Tipp: In der Bundesliga spielt er nicht! Auf unserer Spurensuche stoßen wir als Nächstes auf ein Tattoo: Nach ein, zwei Fläschchen Wein hat sich Franzelin stechen lassen. Das Ergebnis ist ein Korkenzieher am Brustkorb unterm rechten Arm.

Zu guter Letzt könnte auch das Berufsfeld seiner Partnerin ein Indiz sein: Es stellt sich heraus, sie ist Sommelière. Sofern er also nicht an einem schweren Alkoholproblem leidet, bleibt nur eine Schlussfolgerung offen: Franzelin hat Wein zu seinem Beruf gemacht und das mit unglaublichem Erfolg. 

Der 30-jährige Norddeutsche ist Sommelier im 3-Sterne-Res­taurant Vendôme von Chef Joachim Wissler im Schloss Bensdorf, das konstant in der Liste der 50 besten Restaurants weltweit aufscheint. 2016 gewinnt Franzelin den ROLLING PIN-Award für den Sommelier des Jahres, 2017 folgt die Auszeichnung durch Gault Millau. „Mit profundem Wissen, dem siebten Sinn für Neues in der Weinwelt und feinem Gespür für Gästewünsche begleitet er eine hochkomplexe Küche sehr individuell“, schwärmt der Verlag über Franzelin.

Marco Franzelin in selbstbewusster Pose

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15.03.2018