Ausgabe 221

Craft Beer: Am Pils der Zeit

Kreativ, individualistisch, trendy: Craft-Beer ist uns mittlerweile in der Gastronomie ein ständiger Begleiter. Wer den Ton angibt und was die Trends sind, lest ihr hier.

Text: Sissy Rabl     Fotos: Stefan Haehnel, bjoern@ckontender.de, Seren Dal,Bernhard Huber, Lukas Palik

Craft-Beer ist mittlerweile so fester Bestandteil der Mainstreamkultur wie Birkenstocks und Avocados. In den USA, einem der Ursprungsländer und Hauptmotoren der Craft-Beer-Industrie, leben mittlerweile über 80 Prozent der Bevölkerung knapp 15 Kilometer von der nächsten Brauerei entfernt. Über 6000 Brauereien zählt die US-amerikanischische Brauereiunion, knapp die Hälfte sind als Craft-Beer-Produzenten registriert. 

Ein Bierbrauer bei der Arbeit

Zum Vergleich: Vor ungefähr 30 Jahren gab es in den USA rund 300 Brauereien. Die Spitzenreiter unter den europäischen Craft-Beer-Produzenten sind Großbritannien, Frankreich und Italien. In Deutschland war das Wachstum bei Weitem nicht so explosiv. Heute gibt es rund 100 Brauereien mehr als noch vor zehn Jahren. 

Das langsame Wachstum liegt zum einen an der soliden Biertradition, die schon lange als Teil der deutschen DNA angesehen wird und das Land auf Rang vier der weltgrößten Braunationen platziert. Und auch das weltweit einmalige deutsche Reinheitsgebot macht manchen experimentierfreudigeren Bierproduzenten einen Strich durch die Rechnung. 

Zur Erinnerung: Laut Reinheitsgebot darf Bier genau aus vier Komponenten bestehen: Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. Nach dem Zenit des Craft-Beer-Booms bleiben die Fragen: Wer sind die innovativsten Spieler am Feld, was sind die aktuellen Trends unter den Produzenten und wie schaut die Zukunft des Craft-Beer aus?

HIER registrieren

26.04.2018