Ausgabe 222, Porträts

Melissa Forti: La Dolce Vita

Salzig, süß und knusprig: Für Melissa Fortis Backkunst bricht auch der eisernste sein Fastengebot. Die Italienerin spricht über Umwege zum Erfolg, ihre Romanze mit Deutschland und Tiramisu.

Text: Sissy Rabl     Fotos: Danny Bernardino

Haare so schwarz wie Ebenholz, Haut so weiß wie Schnee: Augenscheinlich sitzt uns da ein modernes Schneewittchen auf der Interviewbank gegenüber. Abgesehen von der märchenhaften Optik hat Melissa Forti allerdings wenig mit der hilflosen Figur aus Grimms Sammlung gemein. Die 40-jährige Italienerin ist heute Pâtissière, besitzt ihre eigene Tee- und Backstube im Norden Italiens, hat ein Kochbuch veröffentlicht und jetsettet mit ihren Kreationen von ihrem Wohnsitz in Hamburg aus durch die restliche Welt.

Das moderne Schneewittchen

Ihr Weg zum Erfolg verlief allerdings nicht geradlinig, sondern über Um-, Irr- und Schleichwege. Forti wächst in Rom auf, wo sie ihre Mutter, die selbst Model war, zu Schauspiel­unterricht und Ballett animiert. Forti will aber die Welt sehen, reist nach London und Los Angeles, schlägt sich mit Kellnerjobs durch, begleitet zwischendurch eine Gothic Band als Muse auf Tour, arbeitet als Event-Planerin und dreht einen Film. Als sie nach Italien zurückkehrt, arbeitet sie zuerst als Stewardess, dann als Shopgirl und zieht schließlich mit ihrem Freund nach Sarzana, ein Dörfchen im Norden Italiens.

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18.05.2018