Ausgabe 221

Nikkei Nine: Die Geschmacksninjas

Die Messer sind gewetzt: Executive-Chef Ben Dayag und Sushi-Meister Yuki Hamasaki zeigen ihren Gästen, wie gut die Verschmelzung zweier Kulturen schmecken kann. Im Restaurant Nikkei Nine in Hamburg trifft Japan auf Peru.

Text: Andrea Böhm     Fotos: Thomas Haindl, Guido Leifhelm, Jan C. Brettschneider

Es funkelt und glitzert, betritt man das Restaurant Nikkei Nine im Untergeschoss des renommierten Fairmont Hotels Vier Jahreszeiten in Hamburg. Hier taucht man ein in eine andere Welt, gemacht aus den Farben Gold, Cognac, Amber, Schwarz sowie Violett. Einmal rund um die Bar hat der Gast die Wahl, an einem der Tische oder auf einem der plüschigen Sofas an der Seite Platz zu nehmen. 

Doch zunächst fällt der Blick auf diesen in Gold gehüllten, länglichen Raum, dessen Ende Köstliches verspricht. Denn dort ist sie positioniert, die offene Küche mit ihrem originalen Robata-Grill, in der Executive Chef Ben Dayag und Sushi-Meister Yuki Hamasaki mit ihrem Team jeden Tag ihr Bestes geben.

„Das offene Küchenkonzept ist großartig! Das ist wie Theater für die Gäste“, sagt Ben Dayag. Na dann: Das Schauspiel kann beginnen. 

1. Akt: Die Küche

Die sogenannte Nikkei-Küche ist eine Verschmelzung von Fernost und Fernwest. Ziemlich neu, nur etwa ein Jahrhundert alt, wie der Executive Chef zu berichten weiß: „Einwanderer aus Japan kamen nach Peru, um zu arbeiten. Sie wollten japanische Mahlzeiten kochen, mussten sich aber an die lokalen Zutaten anpassen.“

Daraus entstand eine neue Küche. Auf den Punkt gebracht ist diese Art zu kochen die Verschmelzung des Besten zweier Kulturen mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden. So hat der Verzehr von rohem Fisch bei beiden eine lange Tradition. In Japan als Sushi, in Peru als Ceviche. Unterschiedlich hingegen ist die Würzung.

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26.04.2018