Ausgabe 226, Porträts

Mission Possible

Jubiläum, Jubiläum! Das Restaurant Ikarus im Hangar-7 feiert seinen 15. Geburtstag und Martin Klein, als Mann der ersten Stunde, würdigt dieses Jubiläum mit einem ganz besonderen Menü.

Text: Andrea Böhm     Fotos: Helge Kirchberger Photography / Red Bull Hangar-7, Sebas Romero

Er schwärmt vom schönsten Wagyu-Rind, von fast lebenden Rotbarben, Trüffel aus Australien und Palmherzen aus Hawaii. Und wenn er das sagt, dann merkt man: Der Mann spricht nicht einfach von Zutaten, nein, es ist viel mehr. In den Worten schwingt ehrliche Wertschätzung mit und so viel Freude, als würde ein Kind von seinen tollsten Weihnachtsgeschenken erzählen. 

Das Gefühl täuscht nicht, wie der Executive Chef des Restaurants Ikarus im Hangar-7, Martin Klein bestätigt: „Wir hatten heute alle einen breiten Grinser im Gesicht, weil wir wirklich die schönsten Produkte bekommen haben.“ Es mag Zufall sein, dass alles so perfekt passt, oder es ist ein Wink des Schicksals, der sagen möchte: Alles Gute zum Jubiläum, Hangar-7 und Martin Klein. „Beide?“, werden sich manche fragen.

Martin Klein

Ja, es ist tatsächlich so: Das Restaurant Ikarus und sein jetziger Executive Chef gehören zusammen wie Messer und Wetzstein, wie Crème brûlée und Flambierbrenner, denn das großartige Gastkochkonzept gibt es seit 15 Jahren und der gebürtige Straßburger ist von Anbeginn dabei. Die ersten neun Jahre als Küchenchef, als noch Roland Trettl die Rolle des Executive Chefs einnahm. 

Danach folgte ein Intermezzo auf einer privaten Luxusinsel im Südpazifik, auf der er sich selbst für fünf exklusive Restaurants und Bars als Executive Chef verantwortlich zeichnete, bevor ihm dieselbe Position für das Restaurant Ikarus vorgeschlagen wurde und Klein mit Begeisterung annahm. Seit 2015 begrüßt also er Monat für Monat Spitzenköche aus aller Welt und ist für die anspruchsvolle Umsetzung und Koordination des Gastkoch-Konzepts zuständig. 

Obwohl Gourmets der Name Klein schon längst ein Begriff sein sollte, da sich der ambitionierte Koch einerseits schon lange vor seiner Hangar-7-Zeit einen Namen in der internationalen Spitzenküche gemacht hat und andererseits einen kometenhaften Aufstieg hingelegt hat. Im Restaurant Ochsen in Karls- ruhe wurde er binnen 18 Monaten vom Commis zum Chef de Partie befördert, in der Wielandshöhe in Stuttgart kam der nächste Sprung zum Sous Chef in nur zwei Jahren.

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13.08.2018