Ausgabe 227

The Dawg in Berlin: Jetzt geht's im die Wurst

Ein US-Klassiker wird in Berlin neu erfunden: Björn Swanson hat dem Hot Dog mit dem Konzept The Dawg zu neuen kulinarischen Höhen verholfen.

Text: Sissy Rabl     Fotos: White Kitchen

Ein weiches, lauwarmes Würstchen, ein aufgedunsenes Weckerl, Senf und Ketchup. In etwa so wird ein Hot Dog an jeder zweiten Straßenecke in Wien oder Berlin verkauft. Unkreativ und unaufwendig sind die typischen Eckpunkte. Unbeeindruckt gab sich dabei Björn Swanson. Der gebürtige Berliner hält ja nicht viel von Konventionen und stellt Althergebrachtes gern auf den Kopf.

Der Berliner Sternekoch Björn Swanson tischt Hot Dogs de luxe im The Dawg auf.

Immerhin hat er 2017 das Restaurant Golvet in Berlin eröffnet und dort mit legerem Service und entspannter Atmosphäre einen Stern für das Restaurant erarbeitet.„Ich wollte ein Restaurant konzipieren, das mich als Gast glücklich machen würde, denn ich hatte von der ganzen Schickimicki-Sterne-Gastronomie einfach die Schnauze voll“, kommentiert er den Schritt. Dabei wollte es Swanson allerdings nicht belassen, denn wer rastet, rostet. Ein neues Konzept musste her. 

Am besten etwas, was es so noch nicht gegeben hat und irgendwie heraussticht. Warum also nicht Gourmet-Hot-Dogs? Das Würstchen war zwar ursprünglich im 19. Jahrhundert ein deutscher Export in die Vereinigten Staaten, durchgesetzt hat sich das Hot Dog in seiner klassischen Form aber erst auf der anderen Seite des Ozeans. Dort wurde das beliebte Fast Food vor allem als schnelles Mittagessen der Arbeiterklasse angesehen und an Ständen an Straßenecken verkauft.

HIER registrieren

03.09.2018