Ausgabe 228

Regionalität 2.0

Mitten im berliner Großstadtbeton blüht die Farm der Zukunft. Bei Good Bank werden Zutaten für Gerichte selbst angebaut und landen von Glasschränken direkt auf dem Teller.

Text: Lucas Palm     Fotos: Robert Feigentreu, Robert Bergemann

 

In der Rosa-Luxemburg-Straße 5 leuchtet purpurn ein Stück gastronomische Zukunft. So sehr, dass es geradezu verstaubt klingt, Good Bank als Restaurant zu bezeichnen. Gastro-Tech-Start-up würde es besser treffen. „Vertical Farming" lautet das Schlagwort. Wem das nichts sagt, der braucht sich keine Sorgen zu machen. Good Bank ist schließlich das erste Gastro-Start-up, das auf Vertical Farming baut. Oder anders gesagt: damit anbaut. Konkret bedeutet das: In riesigen Glasschränken, die den Großteil der langen Hauptwand einnehmen, wachsen auf sieben Etagen, mitten in der Großstadt Berlin, Salat und frisches Gemüse. Das purpurne Leuchten kommt vom LED-Licht, das die Pflanzen bescheint und mit Wärme versorgt. Währenddessen sammeln Sensoren Daten zum Wohlbefinden der Kulturen. So kann das Farming-System daraus lernen und das Pflanzenwachstum optimieren. Natürlich werden hier nicht nur ein paar Kräuter angebaut, sondern der substanzielle Anteil der Gerichte, die bei Good Bank angeboten werden.



HIER registrieren

24.09.2018